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Schaden in Millionenhöhe: Diebe haben in Krankenhäusern oft leichtes Spiel

Schaden in Millionenhöhe  

Diebe haben in Krankenhäusern oft leichtes Spiel

07.02.2019, 11:12 Uhr | dpa

Schaden in Millionenhöhe: Diebe haben in Krankenhäusern oft leichtes Spiel. Auf den Stationen wird schon gewarnt: "ACHTUNG! Für Geld und Wertgegenstände, die nicht an der Kasse hinterlegt sind, übernehmen wir keine Haftung.

Auf den Stationen wird schon gewarnt: "ACHTUNG! Für Geld und Wertgegenstände, die nicht an der Kasse hinterlegt sind, übernehmen wir keine Haftung." Foto: Uwe Anspach. (Quelle: dpa)

Mannheim (dpa) - Ob Geldbörsen, Handys, Endoskopie-Geräte oder Topfpflanzen - in deutschen Krankenhäusern wird gestohlen, was nicht niet- und nagelfest ist. Die Langfinger nutzen die Anonymität in den oft ausgedehnten Gebäudekomplexen aus - und die Wehrlosigkeit von Patienten.

Der jährliche Schaden geht in die Millionen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Die Krankenhäuser haben begrenzte Möglichkeiten, dem Treiben Einhalt zu gebieten: Sie müssen den Spagat üben zwischen Offenheit für die Besucher der Kranken und deren Sicherheit. Der Patientenverband mahnt allerdings schärfere Eingangskontrollen an.

Zwar gibt es keine bundesweite Statistik, doch welches Ausmaß die Straftaten erreichen, zeigen Ländererhebungen. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen wurden zum Beispiel 2017 fast 6500 Diebstahlsfälle in Krankenhäusern registriert - trotz leichten Rückgangs entspricht das laut Landeskriminalamt (LKA) dem konstant hohen Niveau der Jahre zuvor. Zum Vergleich: 2011 wurden mit 4715 deutlich weniger Diebstähle gezählt. Allein in Baden-Württemberg hat die Schadenssumme 2017 einen Rekordwert von nahezu 2,75 Millionen Euro erreicht.

Die Krankenhäuser tun sich schwer, gegenzusteuern. "Krankenhäuser sind große Komplexe mit unkontrolliertem Zugang", sagte LKA-Sprecher Frank Scheulen aus Düsseldorf. Für Diebe sei es einfach, auf die Stationen zu kommen und Schubläden und Schränke in leeren Zimmern zu durchwühlen. Deshalb sollten Patienten zumindest vorhandene Schließfächer nutzen.

Der Allgemeine Patientenverband wünscht sich hingegen schärfere Kontrollen in den Eingangsbereichen von Kliniken. Dort müssten sich Besucher anmelden und sagen, wen sie auf welcher Station besuchen wollten und sich gegebenenfalls ausweisen. "Nicht jeder sollte direkt in eine Klinik hineinspazieren können", meint Verbandspräsident Christian Zimmermann.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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