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Spuren an der Autobahn? - Polizei sucht weiter nach Rebecca

Von dpa
Aktualisiert am 16.03.2019Lesedauer: 2 Min.
Die Polizei sucht seit Wochen nach Rebecca - hier in der vergangenen Woche in einem Wald im Landkreis Oder-Spree.
Die Polizei sucht seit Wochen nach Rebecca - hier in der vergangenen Woche in einem Wald im Landkreis Oder-Spree. Jetzt ist die Suche an Anschlussstellen der Autobahn 12 fortgesetzt worden. (Quelle: Paul Zinken./dpa)
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Berlin (dpa) - Fast genau einen Monat nach dem Verschwinden der 15-jĂ€hrigen Berliner SchĂŒlerin Rebecca hat die Polizei systematisch entlang der Autobahn in Richtung Polen nach Spuren gesucht.

PersonenspĂŒrhunde witterten am Samstag bei FĂŒrstenwalde-West in Brandenburg etwas, so dass die EinsatzkrĂ€fte sĂŒdlich der A12 einer Landstraße Richtung ScharmĂŒtzelsee folgten. Der Einsatz dort wurde am spĂ€ten Nachmittag ohne Fund eingestellt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Nach einer Erholungspause fĂŒr die Hunde könne es womöglich nĂ€chste Woche an gleicher Stelle mit der Aktion weitergehen.

FĂŒr Sonntag war demnach zunĂ€chst keine weitere Suche geplant. Ermittler der Mordkommission hatten sich vorgenommen, die Hunde an Anschlussstellen der A12 zwischen Friedersdorf und Frankfurt (Oder) nach Spuren suchen zu lassen. Mit der Aktion wollten sie offenbar herausfinden, wohin der tatverdĂ€chtige Schwager von Rebecca am Morgen von deren Verschwinden sowie am darauffolgenden Abend fuhr. Das Auto der Familie war zu den Zeiten auf der A12 von einem automatischen Kennzeichen-Erfassungssystem registriert worden.

Diese Fahrten hatten den Verdacht gegen den 27 Jahre alten Deutschen erhĂ€rtet. "Zu beiden Fahrten kann er keine Angaben machen", sagte der zustĂ€ndige Hauptkommissar Michael Hoffmann kĂŒrzlich in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst".

Die Brandenburger Autobahnpolizei sperrte fĂŒr die Berliner Kollegen auf der Autobahn in Richtung Frankfurt (Oder) nach und nach kurzfristig die Abfahrten, erlĂ€uterte der Sprecher des Brandenburger PolizeiprĂ€sidiums, Mario Heinemann. Dadurch sei es etwa an der Ausfahrt Storkow zu einem Stau von drei Kilometern LĂ€nge gekommen.

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Die Berliner Polizei sprach von einem Einsatz mit circa zehn KrĂ€ften einer Einsatzhundertschaft, Ermittlern der Mordkommission, Kollegen der Brandenburger Polizei sowie drei Hunden. "Die Hunde sind sehr gut und merken trotz WitterungseinflĂŒssen auch noch nach Wochen, ob jemand an einer Stelle vorbeigegangen oder -gefahren ist", erlĂ€uterte die Polizeisprecherin.

Die sogenannten Mantrailer werden normalerweise etwa mit einem KleidungsstĂŒck des oder der Gesuchten mit dem individuellen Geruch vertraut gemacht. Bei EinsĂ€tzen nehmen sie den Geruch dann auch aus der Luft auf, nicht nur ĂŒber FĂ€hrten am Boden. Ob die Polizei nun mit dem Geruch Rebeccas oder des Schwagers sucht, sagt die Behörde nicht.

Nachdem die Ermittler kĂŒrzlich die Bevölkerung gefragt hatten, wer den auffĂ€lligen himbeerroten Twingo gesehen hat, gingen Hunderte Hinweise ein. Daraufhin gab es mehrere Suchaktionen in WĂ€ldern bei Storkow, nicht weit von der A12. Erfolge wurden nicht bekannt.

Rebecca hatte sich am 18. Februar zuletzt im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers in Berlin-Britz aufgehalten. Sie kam an dem Morgen nicht zur Schule. Ermittler gehen davon aus, dass das MĂ€dchen das Haus nicht lebend verließ, sondern getötet wurde. Der Schwager sitzt in Untersuchungshaft.

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