Sie sind hier: Home > Panorama >

"Vorsichtig optimistisch": Neue WHO-Strategie gegen Schlangenbisse

"Vorsichtig optimistisch"  

Neue WHO-Strategie gegen Schlangenbisse

23.05.2019, 13:39 Uhr | dpa

"Vorsichtig optimistisch": Neue WHO-Strategie gegen Schlangenbisse. Schwarze Mamba: Giftige Schlangen sind eine Gefahr für fast sechs Milliarden Menschen weltweit.

Schwarze Mamba: Giftige Schlangen sind eine Gefahr für fast sechs Milliarden Menschen weltweit. Foto: Fredrik von Erichsen. (Quelle: dpa)

Genf/Berlin (dpa) - Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat eine neue Strategie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegen Giftschlangen-Bisse begrüßt.

Jährlich kämen weit mehr als 100.000 Menschen durch die Folgen der Bisse ums Leben, zum Beispiel in Afrika südlich der Sahara, teilte Ärzte ohne Grenzen am Donnerstag mit. Rund 400.000 Menschen trügen körperliche Einschränkungen und Entstellungen davon. Oft treffe es arme Saisonarbeiter, Bauern und Vertriebene.

Mit der Strategie, die am Donnerstagabend auf der Weltgesundheitsversammlung in Genf offiziell verabschiedet werden sollte, will die WHO die Todeszahlen durch Schlangenbisse bis 2030 halbieren. Rund 137 Millionen Dollar (123 Millionen Euro) sind nach ihren Berechnungen dafür nötig, wie aus einer kürzlich veröffentlichten Zusammenfassung hervorgeht. Die Weltgesundheitsorganisation sieht Gefahren für fast sechs Milliarden Menschen weltweit. Kinder können auf dem Schulweg gebissen werden, Bauern auf dem Feld oder Frauen auf dem Gang zur Toilette. "Ein falscher Tritt kann tödlich sein", so die WHO.

Mit der neuen Strategie sollen Menschen in gefährdeten Gebieten besser informieret werden. Wo möglich, könne das Tragen von Schuhen Schlangenbisse verhindern. In Dörfern sollen Ersthelfer ausgebildet und Erste-Hilfe-Medikamente zur Verfügung stehen. Die WHO will auch die bislang völlig unzureichende Produktion von Gegengift fördern.

"Wir sind vorsichtig optimistisch, dass das Strategiepapier der WHO ein Wendepunkt in der Bekämpfung von Schlangenbissen ist", sagt Julien Potet von der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen. "Regierungen und internationale Geber müssen dieses Momentum nutzen und die Strategie der WHO sowohl politisch als auch finanziell umsetzen, damit sie zum Erfolg führt."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
MagentaTV jetzt 1 Jahr inklusive erleben!*
hier Angebot sichern
Anzeige
30% auf alle bereits reduzierten Artikel!
bei TOM TAILOR
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal