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Frankreich: Rentnerin besaß Kunstwerk von Cimabue ohne es zu wissen

Bild hing in Rentner-Küche  

Christus-Gemälde von Cimabue für Rekordpreis versteigert

28.10.2019, 20:02 Uhr | AFP

 (Quelle: Euronews German)

Rekordversteigerung: Dieses Bild von Cimabue wurde für 24 Millionen Euro versteigert. (Quelle: Euronews German)

Rekordversteigerung: 24 Millionen für Christusbild von Cimabue

Die Besitzerin hatte keine Ahnung, was in ihrer Küche hing - jetzt wurde "Der verspottete Christus" in Frankreich für 24 Millonen versteigert - das vierfache des ursprünglichen Schätzwertes. Das Gemälde das siebtteuerste Werk alter Meister überhaupt. (Quelle: Euronews German)


Rekordversteigerung: Dieses Bild von Cimabue wurde für 24 Millionen Euro versteigert. (Quelle: Euronews German)


Ein Gemälde des Künstlers Cimabue war jahrelang im Besitz einer Rentnerin – ohne dass diese um seinen Wert wusste. Nun wurde das Kunstwerk in Frankreich versteigert und schrieb Rekordzahlen. 

Noch vor wenigen Wochen hatte es unerkannt im Haus einer alten Dame gehangen, nun gilt es als das teuerste Bild eines frühen Meisters aus der Zeit vor der Renaissance: Für den Rekordpreis von gut 24 Millionen Euro wurde das Gemälde "Der verspottete Christus" des florentinischen Meisters Cimabue am Sonntag bei Paris versteigert, wie das Auktionshaus Actéon mitteilte.

Der Schätzpreis für das italienische Meisterwerk aus dem 13. Jahrhundert lag bei bis zu sechs Millionen Euro, bei der Auktion in Senlis bei Paris erzielte das Bild das Vierfache. Wer der neue Besitzer ist, teilte Actéon zunächst nicht mit. Unter den acht Bietern waren auch einige Museen.

Bild wurde für einfache Ikone gehalten

"Der verspottete Christus" hatte jahrelang zwischen Küche und Wohnzimmer im Haus einer alten Dame in Compiègne nördlich von Paris gehangen. Ihre Familie hielt es für eine einfache Ikone. Erst als die Besitzerin das Bild verkaufen wollte, kam sein wahrer Wert ans Licht.

Das Auktionshaus Actéon ließ es von dem renommierten französischen Kunstgutachter Eric Turquin untersuchen. Er identifizierte es als ein seltenes Werk des Florentiners Cimabue und schätzte seinen Wert auf vier bis sechs Millionen Euro.

Achtteuerstes Gemälde eines alten Meisters

Cimabue alias Ceno Di Pepo (1272–1302) ist einer der bekanntesten Maler Italiens der Vor-Renaissance-Zeit. Von ihm sind nur wenige Werke erhalten. Auf dem nun versteigerten Gemälde ist Christus inmitten einer Menschenmenge zu sehen. Die versammelten Männer schauen grimmig oder schneiden Grimassen. Andere Werke aus der Christus-Reihe hängen in Museen in London und New York.

Das Auktionshaus Actéon erklärte, das Gemälde sei das teuerste aus der Zeit vor 1.500 und das achtteuerste eines alten Meisters. Zunächst hatte das Aktionshaus das Werk als das siebtteuerstes gelistet.
 

 
Als teuerstes Gemälde der Welt kann das Leonardo da Vinci zugeschriebene Bild "Salvator Mundi" gelten. Das lange verschollene Werk war im November 2017 in New York für die Rekordsumme von 450 Millionen Dollar versteigert worden. Es befindet sich nach Angaben von Experten im Besitz des saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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