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Suchaktion geht weiter: Zahl der Toten steigt nach Vulkanausbruch in Neuseeland

Suchaktion geht weiter  

Zahl der Toten steigt nach Vulkanausbruch in Neuseeland

15.12.2019, 14:34 Uhr | dpa

Suchaktion geht weiter: Zahl der Toten steigt nach Vulkanausbruch in Neuseeland. Nach dem Ausbruch: zwei Einsatzkräfte auf White Island.

Nach dem Ausbruch: zwei Einsatzkräfte auf White Island. Foto: -/New Zealand Defence Force/dpa. (Quelle: dpa)

Wellington (dpa) - Mit leeren Händen sind die Bergungsteams von der neuseeländischen Vulkaninsel White Island am Sonntag zurückgekehrt. Noch immer gelten zwei Menschen als vermisst. Örtliche Behörden gehen davon aus, dass auch sie den Vulkanausbruch am Montag vor einer Woche nicht überlebt haben.

Es sei "frustrierend", dass die Suche nach den beiden Leichen - auf der Insel selbst, sowie in den Gewässern drumherum - am Wochenende erfolglos geblieben ist, teilte die Polizei mit. Schon an diesem Montag könnten die Suchmannschaften aber wieder losziehen, sofern das Wetter es zulasse. "Wir sind immer davon ausgegangen, alle Leichen von der Insel zu bergen, und wir bleiben diesem Ziel verpflichtet", sagte Polizei-Vize John Tims.

Am späten Sonntagabend (Ortszeit) wurde Neuseeland nahe White Island auch noch von einem Erdbeben erschüttert. Das Beben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS die Stärke 5,1 und ereignete sich unweit der Vulkaninsel, gut 40 Kilometer nordöstlich der auf der neuseeländischen Nordinsel gelegenen Küstenstadt Whakatane. Über Sachschäden oder Verletzte wurde zunächst nichts bekannt.

Unterdessen starben am Wochenende zwei weitere Brandopfer in Kliniken. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten nach dem Vulkanausbruch offiziell auf 16, die beiden Vermissten nicht eingerechnet. Neuseeländische Behörden veröffentlichten zunächst die Namen von acht Todesopfern, unter ihnen drei Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren. Das älteste bisher bekannte Opfer sei 53 Jahre alt gewesen. Die Menschen befanden sich auf einer Sightseeingtour auf der Vulkaninsel. Pro Jahr wird diese von 10.000 Ausflüglern besucht. Die Touren werben unter anderem mit einem Blick ins Innere der Erde.

Die Taucher von Polizei und Marine hatten am Wochenende mit schwierigen Umständen zu kämpfen. "Das Wasser um die Insel herum ist verunreinigt", sagte Tims. So mussten die Taucher Schutzanzüge tragen und jedes Mal, wenn sie auftauchten, mit frischem Wasser abgespült werden. Laut örtlichen Medien berichteten Taucher von toten Fischen rund um die Insel. Auch sei die Sicht unter Wasser eingeschränkt gewesen.

Am Freitag hatte sich ein Bergungsteam trotz der hohen Gefahr eines erneuten Vulkanausbruchs auf die Insel gewagt und sechs Leichen geborgen. Eine zweite Suchaktion auf der Insel am Wochenende war erfolglos geblieben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Sonntag wurden noch 14 Patienten in neuseeländischen Krankenhäusern behandelt, zehn von ihnen befänden sich in kritischem Zustand. 13 Patienten seien nach Australien ausgeflogen worden.

Für Montag kündigte Regierungschefin Jacinda Ardern eine Gedenkminute für die Opfer an. In den vergangenen Tagen hatten Angehörige der Opfer darauf gedrängt, die Toten von der Insel zu holen. Befürchtet wurde, dass sie bei einer neuen Eruption für immer verschwinden könnten.

Der Inselstaat Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der Vulkan auf White Island war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv, trotzdem fuhren immer wieder Boote mit Ausflüglern dorthin. Das Betreten der Insel war nur mit ausgebildeten Führern gestattet. Das Eiland in Privatbesitz ist nunmehr als Todeszone komplett gesperrt. Es war der erste tödliche Ausbruch seit 1914 - damals kamen zehn Bergarbeiter ums Leben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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