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"Papst Franziskus hat ein Macho-Frauenbild"

  • Jonas Mueller-Töwe
Von Jonas Mueller-Töwe

Aktualisiert am 12.02.2020Lesedauer: 2 Min.
Papst Franziskus bei seinem Besuch in Japan: Sein Lehrschreiben war mit Spannung erwartet worden – und enttäuscht nun viele.
Papst Franziskus bei seinem Besuch in Japan: Sein Lehrschreiben war mit Spannung erwartet worden – und enttäuscht nun viele. (Quelle: Carl Court/getty-images-bilder)
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Ein Lehrschreiben des Kirchenoberhaupts in Rom sendet Schockwellen in Teile der katholischen Kirche. Es sei ein "K.o.-Schlag für den Synodalen Weg in Deutschland", urteilt der Kirchenrechtler Thomas Schüller.

Der Theologe und Kirchenrechtler Thomas Schüller sieht Hoffnungen auf Reformen der katholischen Kirche durch Papst Franziskus nach seinem neuen Lehrschreiben "Querida Amazonia" enttäuscht. "Wir sehen einen mutlosen Papst, der keine Reformen will", sagte Schüller an diesem Mittwoch t-online.de. Franziskus sei nicht einmal bereit gewesen, den Bischöfen in Amazonien nur einen kleinen Schritt entgegen zu kommen. "Papst Franziskus ist als Reformpapst gescheitert."

"K.o.-Schlag für den Synodalen Weg"

Denn die Bistümer hatten seit Monaten auf eine Lockerung des Zölibats gehofft, um in der entlegenen Region dem Priestermangel abhelfen zu können. Ein Bischofstreffen im Vatikan hatte sich im Oktober mehrheitlich dafür ausgesprochen. Seitdem war die Stellungnahme des Papstes gespannt erwartet worden. Auch, weil es Reformsignale in die gesamte Weltkirche hätte aussenden können. Schlussendlich verzichtete der Papst aber auf klare Aussagen zum Zölibat – und erteilte auch anderen Bemühungen um eine Öffnung der Kirche klare Absagen.

"Das Schreiben ist ein K.o.-Schlag für den Synodalen Weg in Deutschland", sagte Schüller, der an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster lehrt. Es ziehe einen Schlussstrich unter die Hoffnung, dass Frauen zur kirchlichen Weihe zugelassen werden könnten. Im Gegenteil: "Franziskus stellt den Frauen in der katholischen Kirche den Stuhl vor die Tür." Dementsprechend spiele das Dokument seiner Ansicht nach auch eine mitentscheidende Rolle für den Rücktritt von Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzendem der Deutschen Bischofskonferenz.

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Marx bestreitet Zusammenhang

Der Kardinal galt als Treiber der Reformbemühungen um das Zölibat und eine Öffnung der katholischen Kirche für Frauen. Der Vatikan hatte sich bereits deutlich gegen den Prozess in Deutschland gestellt. Marx selbst bestreitet, dass sein Rücktritt mit dem Schreiben des Papstes in Verbindung stehe. Er äußerte hingegen die Hoffnung, dass die Diskussion um das Zölibat nicht beendet sei. "Ich habe nicht den Eindruck, dass der Papst das Thema vom Tisch nimmt", sagte er der Deutschen-Presseagentur.

"Franziskus ist konservativer als das öffentliche Bild von ihm", sagte Schüller. Er pflege ein "Macho-Frauenbild", das noch hinter das von Papst Johannes Paul II. zurückfalle. Weite Teile des Schreibens seien hingegen erstklassig – beispielsweise, wenn es auf den Erhalt der indigenen Kultur und den Klimaschutz zu sprechen komme. Für viele sei es trotzdem eine Enttäuschung.

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