Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomePolitikCorona-Krise

Corona-Alarm in Gütersloh bei Tönnies: 7.000 Menschen müssen in Quarantäne


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen Text"Bali-Flug": "Letzte Generation" äußert sichSymbolbild für einen TextDas ist ab heute Pflicht im VerbandskastenSymbolbild für einen TextGroße Aufregung um neues SpielSymbolbild für einen TextUdo Lindenberg trauert um WegbegleiterSymbolbild für einen TextNägel ragen aus Sitz – Bundespolizei warntSymbolbild für einen TextPeinliche Panne verrät Nordkorea-HackerSymbolbild für ein VideoWetterdienst warnt vor schweren UnwetternSymbolbild für einen TextUkraine trauert um gefallenen AthletenSymbolbild für ein VideoPutin-Getreuer: Attacke vor der KameraSymbolbild für einen TextJudith Rakers packt über Privatleben ausSymbolbild für einen TextRTL-Moderatorin posiert oben ohneSymbolbild für einen Watson TeaserNagelsmann sorgt für Riesen-Verwirrung Symbolbild für einen TextNiedliche Küken züchten - jetzt spielen
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

7.000 Menschen müssen in Quarantäne

Von dpa, sth

Aktualisiert am 17.06.2020Lesedauer: 2 Min.
Coronavirus - Tönnies
Fleischwerk Tönnies in Rheda-Wiedenbrück: Bei dem Schlachtereibetrieb sind seit Anfang der Woche Hunderte Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Quelle: David Inderlied/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Der massive Corona-Ausbruch beim Fleischhersteller Tönnies hat Folgen für den gesamten Landkreis. Sämtliche Schulen und Kitas werden geschlossen. Tausende Menschen müssen in Quarantäne.

Am Dienstag wurden 1.050 Mitarbeiter beim Fleischhersteller Tönnies auf das Coronavirus getestet. Die Testergebnisse sind ein Schock: mindestens 657 der ausgewerteten Tests sind positiv ausgefallen, meldete der Landkreis Gütersloh am Mittwochabend.


Coronavirus: An diesen Orten lauert das größte Risiko

In der Bahn, im Restaurant und auch zu Hause – wo sich Menschen auf engem Raum befinden, kann sich das Coronavirus leicht ausbreiten. Unsere Fotoshow zeigt, welche Situationen besonders riskant sind.
Bahn: Öffentliche Verkehrsmittel wie Busse oder Bahnen sind ebenfalls mögliche Infektionsquellen. Hier treffen viele Menschen auf engem Raum aufeinander. Schutzmaßnahmen wie Abstand halten und das Tragen einer Gesichtsmaske können das Ansteckungsrisiko minimieren – sofern sich alle daran halten.
+7

"Erkenntnis des Tages: Die Pandemie ist noch nicht vorbei"

Der Schlachtbetrieb bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück wird nun gestoppt. Bei einer Pressekonferenz mit dem Fleischhersteller Tönnies am Mittwoch sagte Landrat Sven-Georg Adenauer: "Ich habe die Schließung des Betriebs angeordnet." Zudem werden alle positiv getesteten Personen und ihre Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt.

Der Betrieb hatte sich zuvor dazu entschlossen, alle Mitarbeiter testen zu lassen. Die durchgeführten Tests zeigen, ob ein Mitarbeiter in den vergangenen 14 bis 20 Tagen mit dem Coronavirus infiziert war. "Die Erkenntnis des heutigen Tages ist auch: Die Pandemie ist noch nicht vorbei", sagte Andre Vielstädte, Leiter der Unternehmenskommunikation von Tönnies.

Coronavirus - Tönnies
Clemens Tönnies, geschäftsführender Gesellschafter: Beim Schlachtereibetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sind seit Anfang der Woche Hunderte Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Quelle: David Inderlied/dpa-bilder)

Landkreis muss Schulen und Kitas schließen

Die Schlachtungen seien bereits am Mittwochmittag eingestellt worden, nun würden weitere Bereiche nach und nach heruntergefahren, teilte das Unternehmen mit. Wie lange der Produktionsbereich geschlossen bleibe, müssten die Behörden nach Lage entscheiden.

Rund 7.000 Menschen müssen in Quarantäne. Betroffen seien alle Personen, die auf dem Werksgelände gearbeitet hätten, sagte Adenauer. Sie würden nun nach und nach auf eine Infektion getestet. Einen allgemeinen Lockdown für den Kreis werde es nicht geben, obwohl die wichtige Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen deutlich überschritten sei.

Zudem schließt der Landkreis alle Schulen und Kitas bis zu den Sommerferien. Durch diesen Schritt solle eine Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung vermieden werden. "Das ist immer noch ein milderes Mittel als zu sagen: Wir haben einen Shutdown in Gütersloh", sagte Adenauer.

Loading...
Symbolbild für eingebettete Inhalte

Embed

Krisenstab: Betrieb erlebt jetzt die zweite Infektionswelle

Nach einem Ausbruch in einer Fleischfabrik im Kreis Coesfeld im Mai haben die Gesundheitsbehörden in NRW einen großangelegten Corona-Reihentest durchgeführt. Bei Tönnies waren zunächst nur wenige Fälle festgestellt worden. Nach Unternehmensangaben wurde allerdings bei späteren Tests ein Infektionsherd identifiziert. Obwohl alle Kontaktpersonen vorsorglich in Quarantäne geschickt worden seien, habe es weitere Infektionen in dem Schweinefleisch-Zerlegebetrieb gegeben.

Am Dienstag hatte Tönnies noch von 128 positiv auf das Virus getesteten Mitarbeitern gesprochen und Maßnahmen zugesagt, die Ausbreitung einzudämmen. Am nächsten Morgen waren es dann 400 Fälle.

Laut Krisenstab des Landkreises erlebe Tönnies schon jetzt die zweite Welle mit mehr Erkrankungen. Bislang sind in dem Unternehmen insgesamt 13.000 Corona-Tests durchgeführt worden. Rund 100 Mitarbeiter wurden in Quarantäne geschickt, sagte ein Tönnies-Sprecher am Montag.

Mitarbeiter im Schlachthaus: Beim Fleischhersteller Tönnies gibt es einen Coronavirus-Ausbruch.(Symbolbild)
Mitarbeiter im Schlachthaus: Beim Fleischhersteller Tönnies gibt es einen Coronavirus-Ausbruch.(Symbolbild) (Quelle: Westend61/imago-images-bilder)

Wie konnte es zu dem Ausbruch kommen?

Landrat Sven-Georg Adenauer sagte dem "Westfalen-Blatt", dass die Häufung der Fälle eventuell auf die Öffnung der innereuropäischen Grenzen zurückzuführen sei. Die Hälfte der fast 7.000 Tönnies-Beschäftigten in Rheda-Wiedenbrück seien vor allem osteuropäische Werkvertragsarbeiter. Viele von ihnen seien offenbar sofort nach den Lockerungen zu ihren Familien nach Hause gefahren und einige mit dem Virus zurückgekommen.

Meistgelesen
Protest gegen die geplante Rentenreform in Paris.
Die Fetzen fliegen
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Kritiker nehmen indes die Unterkünfte der Arbeiter ins Visier. Gewerkschaften und Kirchen kritisieren ausbeuterische Arbeitsbedingungen und Wuchermieten in heruntergekommenen Massenunterkünften. Die oft aus Rumänien und Polen stammenden Arbeiter sind meist bei Subunternehmen beschäftigt.

Wie die Arbeiter untergebracht wurden, bleiben offen. Der Fleischkonzern muss dazu wohl noch einige Fragen beantworten.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • Radio Gütersloh: Adenauer erhöht den Druck auf Tönnies
  • Neue Westfälische: 400 Tönnies-Mitarbeiter positiv getestet (kostenpfl.)
  • Westfalenblatt: Weitere 350 positive Corona-Tests bei Tönnies
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Clemens TönniesCoronavirusGüterslohRheda-Wiedenbrück

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfe & ServiceFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website