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Papst-Bruder Georg Ratzinger tot: Kurz nach Besuch von Benedikt gestorben

Bruder von Benedikt XVI.  

Georg Ratzinger nach langer Krankheit gestorben

02.07.2020, 09:09 Uhr | t-online.de, ds, mja, AFP

Papst-Bruder Georg Ratzinger tot: Kurz nach Besuch von Benedikt gestorben. Papst Benedeikt XVI. mit seinem Bruder Georg (links): Georg Ratzinger ist im Alter von 96 Jahren gestorben. (Quelle: Reuters/Osservatore Romano)

Papst Benedeikt XVI. mit seinem Bruder Georg (links): Georg Ratzinger ist im Alter von 96 Jahren gestorben. (Quelle: Osservatore Romano/Reuters)

Georg Ratzinger, der Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI., ist tot. Noch vor wenigen Wochen war Benedikt nach Deutschland gereist, weil sich der gesundheitliche Zustand seines Bruders verschlechtert hatte. 

Georg Ratzinger, der Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI., ist am Mittwoch verstorben. Der 96 Jahre alte Kirchenmusiker verstarb nach langer Krankheit in Regensburg. Das bestätigte der Vatikan am Mittwochmittag.  

Benedikt war Mitte Juni überraschend nach Deutschland gereist, um seinen Bruder noch einmal sehen zu können. Schon damals deutete sich an, dass sich der gesundheitliche Zustand von Georg Ratzinger verschlechtern würde. 

Benedikt selbst ist körperlich schwach, aber nach Aussagen seines Privatsekretärs Georg Gänswein geistig noch fit. Er lebt zurückgezogen hinter Vatikan-Mauern in einem Kloster. Papst-Sprecher Bruni erklärte, neben Gänswein seien Benedikts Arzt, eine Krankenschwester und der Vize-Chef der vatikanischen Gendarmerie nach Deutschland aufgebrochen.

Missbrauchsskandal bei den Domspatzen: Vorwürfe gegen Ratzinger

Georg Ratzinger kam am 15. Januar 1924 in Pleiskirchen bei Altötting zur Welt. Er besuchte das Priesterseminar und wurde 1951 zum Priester geweiht. Danach studierte er an der Münchner Musikhochschule Kirchenmusik, schloss dort 1957 den Meisterkurs ab und wurde dann Chordirektor in Traunstein. Am 1. Februar 1964 übernahm er den Posten des Domkapellmeisters am Regensburger Dom und wurde damit auch Chef der Regensburger Domspatzen. An deren Spitze stand er bis 1994.

Im Zuge der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals der katholischen Kirche gab es auch Vorwürfe gegen Georg Ratzinger. Während dieser davon sprach, allenfalls "Ohrfeigen" an Chorknaben verteilt und sich ab 1980 an das gesetzliche Verbot der Züchtigung gehalten zu haben, soll er nach einem Bericht zu Vorfällen in dem Chor von Kindern als "Schläger" wahrgenommen worden sein. Auch nach 1980 soll er zumindest in Einzelfällen Gewalt angewandt haben.

Verwendete Quellen:

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