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Kempen/Viersen: Auto fährt in Menschengruppe – 12-Jähriger tot

Tragischer Unfall in Kempen  

Auto fährt in Menschengruppe – zwölfjähriger Junge stirbt

29.10.2020, 20:26 Uhr | dpa, ds, AFP

Kempen/Viersen: Auto fährt in Menschengruppe – 12-Jähriger tot. Das Unfall-Auto steht neben der Straße auf einer Wiese: Der Autofahrer ist aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen.  (Quelle: dpa/David Young)

Das Unfall-Auto steht neben der Straße auf einer Wiese: Der Autofahrer ist aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen. (Quelle: David Young/dpa)

Ein Auto kommt in einer Kurve von der Straße ab und fährt in eine Fußgängergruppe. Hinweise, dass der Fahrer absichtlich in die Gruppe fuhr, hat die Polizei nicht.

In Kempen am Niederrhein (NRW) ist ein Autofahrer in eine Fußgängergruppe gefahren – ein zwölf Jahre alter Junge kam dabei ums Leben. Der 30-jährige Fahrer sei am Donnerstag mit seinem Wagen von der Straße abgekommen, berichtete die Polizei. Die 39-jährige Mutter des Jungen sowie ein 43-Jähriger Fußgänger, der ebenfalls auf dem Rad- und Fußweg unterwegs war, wurden schwer verletzt. Der zweijährige Bruder des Jungen erlitt leichte Verletzungen.

Der Autofahrer, ein Deutscher aus Kempen, wurde leicht verletzt. Warum er gegen 16.30 Uhr in der Rechtskurve von der Fahrbahn abkam, ist laut Polizei noch unklar. Es gebe aber derzeit keine Hinweise darauf, dass er vorsätzlich in die Gruppe gefahren sei.

Kinderwagen vollkommen zerstört 

Die unbeleuchtete Unfallstelle befindet sich nach Angaben eines Polizeisprechers in einer langgezogenen Rechtskurve an einem Waldstück. Der Wagen schleuderte über den Fuß- und Radweg auf ein Feld, wo er stehen blieb. Der Kinderwagen, in dem sich der Zweijährige befand, wurde bei dem Unfall zerstört, wie Bilder zeigen. Der 43 Jahre alte Fußgänger gehört laut Polizei nicht zu der Familie.

Der Unfall weckt Erinnerungen an einen ähnlichen, aber noch deutlich tragischeren Unfall vor rund einem Jahr in Berlin, bei dem ebenfalls ein Junge ums Leben kam – sowie drei weitere Passanten. Der Fahrer eines SUV war ungebremst in eine Fußgängergruppe auf dem Gehweg gerast. Ermittler gehen davon aus, dass der Mann zuvor einen "Krampfanfall" erlitten hatte. Sein Wagen war über die Gegenfahrbahn hinweg von der Straße abgekommen, hatte eine Ampel gerammt und einen Bauzaun durchbrochen.

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