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Schnee und Glatteis sorgen für Verkehrschaos

Zahlreiche Unfälle  

Schnee und Glatteis sorgen für Verkehrschaos

13.01.2021, 21:06 Uhr | dpa

In mehreren Regionen sorgten am Dienstagvormittag Schneefälle für Chaos.  (Quelle: wetter.com)
Unfälle und Staus: Schneechaos auf den Straßen

In mehreren Regionen sorgten Schneefälle für Chaos. Teilweise kam es zu erheblichen Behinderungen. In Leipzig passierten zwei schwere Unfälle, bei denen die Fahrer verletzt wurden und ins Krankenhaus gebracht werden mussten. (Quelle: wetter.com)

Bundesweit Unfälle und Verletzte: Großes Schneechaos hat in mehreren Regionen zu Behinderungen und teils schweren Unfällen geführt. (Quelle: wetter.com)


Das Winterwetter hat für teils chaotische Zustände auf den Straßen gesorgt. Autobahnen wurden gesperrt, es kam zu Unfällen mit Toten und Schwerverletzten. 

Winterliche Bedingungen haben in Deutschland zum Teil für Verkehrschaos gesorgt. Und auch in den kommenden Tagen müssen sich Autofahrer teils auf Schnee und Glätte einstellen. Vor allem im Osten rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit einzelnen Schnee- und Graupelschauern. Im Westen und in Teilen des Südens bleibt es hingegen meist trocken. Vom Schwarzwald bis zu den Alpen sind aber teils kräftige Schneefälle angekündigt, die bis Freitagfrüh anhalten können.

Für teils gefährliche Verhältnisse sorgte das Winterwetter etwa im Süden Deutschlands. In Baden-Württemberg brauchten Autofahrer besonders in den südlichen Landesteilen und den Höhenlagen nach starken Schneefällen Geduld. Auf schneeglatten Fahrbahnen liegengebliebene Lastwagen verursachten lange Staus an Steigungen.

Polizei zeigt 15 Lastwagenfahrer an

Im Schwarzwald wurden einige Straßen für den Schwerverkehr komplett gesperrt. Die Polizei zeigte 15 Lastwagenfahrer an, die sich dennoch am Aufstieg auf den Feldberg versuchten. In der Nähe von Neulingen überschlug sich ein Wagen. Mit schweren Verletzungen wurde der Autofahrer ins Krankenhaus gebracht.

In Oberbayern ist bei einem schweren Unfall mit drei Lastwagen ein Mann tödlich verletzt worden. Die Unfallstelle in Schneizlreuth war laut einem Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd für die Einsatzkräfte schwer erreichbar, die Straße offenbar vereist. Ersten Erkenntnissen nach seien am Mittwoch erst zwei der Lastwagen zusammengestoßen, dann ein dritter reingefahren.

Hagelschauer sorgen für Unfälle bei Bremen

Weiter nördlich in Niedersachsen wurde am Mittwoch ein Autobahnabschnitt wegen mehrerer Glatteis-Unfälle gesperrt, im Süden und Westen des Landes kam es zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen aufgrund liegen gebliebener Fahrzeuge. Bis zum frühen Mittwochmorgen kam bei Unfällen mindestens ein Mensch ums Leben, mehrere wurden schwer verletzt. Die Autobahn 27 nahe Bremen war für drei Stunden gesperrt. Hier gab es bei Hagelschauern und Glatteis am Abend Unfälle mit Autos, Kleintransportern und Lastwagen. Bei Gifhorn rutschte ein Autofahrer mit seinem Wagen in den Gegenverkehr und wurde lebensgefährlich verletzt.

In Mecklenburg-Vorpommern fuhr ein 18-Jähriger am Dienstagabend mit seinem Auto gegen einen Baum und verunglückte tödlich. Er war nach Angaben der Polizei vermutlich zu schnell gefahren, mit seinem Fahrzeug von der glatten Straße abgekommen und in mehrere Leitplanken und dann in den Baum gekracht. Sein Beifahrer wurde schwer verletzt.

Ein Lastwagen mit Holzstämmen kippt um

In Bielefeld kippte am Mittwochmorgen ein Streufahrzeug auf glatter Straße um. Der 22-jährige Fahrer wurde leicht verletzt. Im Kreisgebiet Warendorf in Nordrhein-Westfalen wurden bei mehreren Glätteunfällen fünf Menschen verletzt. In der Regel kamen die Fahrer von der Straße ab und verletzten sich dabei leicht, wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte. Eine 57 Jahre alte Frau etwa überschlug sich in Beckum mit ihrem Fahrzeug und wurde mit einem Rettungswagen leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Glatte Straßen sorgten auch in Schleswig-Holstein für zahlreiche Unfälle. Insgesamt habe es zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen rund 50 Mal gekracht, teilte die Polizei mit. Besonders betroffen war der Süden des Landes. Hier zählten die Einsatzkräfte 20 Unfälle mit insgesamt zwei Schwerverletzten.

Ein mit Holzstämmen beladener Lastwagen kippte auf der Autobahn 19 in Brandenburg um. Die Ladung habe sich auf der gesamten Fahrbahn verteilt, sagte die Polizeisprecherin. Wenig später kam auf der entgegengesetzten Fahrtrichtung ein Lastwagen von der Straße ab und kippte um. Beide Fahrer verloren vermutlich auf der winterglatten Fahrbahn die Kontrolle über ihren Lkw. Sie blieben unverletzt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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