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Tod nach Campingausflug: Pärchen kämpft in Wüste tagelang ums Überleben

Campingausflug endet tragisch  

Mann stirbt in der Wüste Kaliforniens – Freundin überlebt

15.04.2021, 20:31 Uhr | Anja Keinath, t-online

Tod nach Campingausflug: Pärchen kämpft in Wüste tagelang ums Überleben. Die beiden Camper Alexander Lofgren und Emily Henkel: In ihrem verunglückten Wagen hinterließen sie die Nachricht "haben Wasser für drei Tage".  (Quelle: AP/dpa)

Die beiden Camper Alexander Lofgren und Emily Henkel: In ihrem verunglückten Wagen hinterließen sie die Nachricht "haben Wasser für drei Tage". (Quelle: AP/dpa)

Im Death Valley-Nationalpark im US-Bundesstaat Kalifornien ist ein Paar nach einer Reifenpanne mitten in der Wüste liegen geblieben. Danach kämpften sie tagelang ums Überleben.

Aus einem Campingausflug wurde für Emily Henkel und Alexander Lofgren ein tagelanger Kampf mit dem Tod. Auslöser war eine Reifenpanne auf der Rückfahrt ihres Urlaubs im Death Valley-Nationalpark im US-Bundesstaat Kalifornien. Das berichtete das Sheriff-Büro von Inyo County am vergangenen Donnerstag.

Während die 27-jährige Henkel mit einer schweren Verletzung am Fuß davon kam, überlebte ihr 32-jähriger Freund den unfreiwilligen Halt in der Wüste nicht. Laut Polizeibericht hatte das Paar aus Tuscon im US-Bundesstaat Arizona am 4. April die Reifenpanne. Zwei Tage später soll das Paar als vermisst gemeldet worden sein, woraufhin eine tagelange Suchaktion begann.

"Haben Wasser für drei Tage"

Erst vier Tage später fand die Polizei den zurückgelassenen Wagen des Paares – darin folgende Notiz: "Zwei platte Reifen, sind in Richtung Mormon Point aufgebrochen, haben Wasser für drei Tage".

Noch am selben Tag wurden Lofgren und Henkel  von einem Rettungsteam aus der Luft entdeckt. Da sich die beiden jedoch auf einem steilen Felsvorsprung aufhielten, schlug die Rettungsaktion fehl.

Sheriff Jeff Hollowell sprach von einer "äußerst schwierigen Operation in einem sehr unversöhnlichen geografischen Gebiet des Inyo County". In welchem Zustand sich die beiden Vermissten befunden haben, sei nach der fehlgeschlagenen Rettungsaktion nicht klar gewesen.

Zweite Rettungsaktion am nächsten Tag

Erst ein Tag später gelang es der Polizei, das Paar nach insgesamt fünf Tagen in der Wüste zu erreichen. Während Henkel medizinisch versorgt werden konnte, war ihr Freund zum Zeitpunkt der Rettung bereits tot. Ein Gerichtsmediziner soll nun die genaue Todesursache feststellen. Laut Chris Henkel, dem Bruder von Emily, verunglückte der 32-Jährige bei der Überquerung einer Schlucht als er Hilfe holen wollte.

Die Kosten der Rettungsaktion, der medizinischen Behandlung und der Trauerfeier sollen mit einer Spendenaktion bezahlt werden. Bisher sind so knapp 40.000 US-Dollar zusammengekommen.

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