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Zürich (Schweiz): Toter sitzt stundenlang unbemerkt in der Tram

Fall in der Schweiz  

Toter sitzt stundenlang unbemerkt in der Tram

24.06.2021, 15:11 Uhr | MaM, t-online

Zürich (Schweiz): Toter sitzt stundenlang unbemerkt in der Tram. Trams in Zürich: Der Mann machte sich früh auf den Weg zur Arbeit (Symbolbild). (Quelle: imago images/Manuel Geisser)

Trams in Zürich: Der Mann machte sich früh auf den Weg zur Arbeit (Symbolbild). (Quelle: Manuel Geisser/imago images)

In Zürich ist eine Tram mit einem toten Fahrgast quer durch die Stadt gefahren. Erst Stunden später wurde der Tod des 64-jährigen Mannes bemerkt. Nun wendet sich sein Sohn an die Öffentlichkeit.

Ein Mann hat in Zürich einen Herzstillstand erlitten, während er mit der Tram durch die Stadt fuhr. Sechs Stunden lang blieb der Tod des 64-Jährigen von Passagieren und Tram-Fahrer unbemerkt. 

Gegenüber der Züricher Tageszeitung "20 Minuten" berichtet der Sohn des Verstorbenen, sein Vater sei auf dem Weg zur Arbeit gewesen, als sein Herz plötzlich stehen blieb. Erst rund sechs Stunden später habe eine Passagierin bemerkt, dass mit dem 64-Jährigen etwas nicht stimme und den Tram-Fahrer informiert. Dieser habe schließlich den Notruf gewählt. 

"Die VBZ haben entsprechend unverzüglich Sanität und Polizei aufgeboten", sagt Sprecherin Daniela Tobler von den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) gegenüber "20 Minuten". Doch zu diesem Zeitpunkt sei sein Vater bereits seit Stunden tot gewesen, berichtet der Sohn. Videoaufnahmen zeigten den Mann, wie er "einsackte und regungslos sitzen blieb".

Sohn: "Die Ignoranz der Leute macht mich fassungslos"

Mit seiner Enttäuschung darüber, dass keiner der Passagiere die notwendige Aufmerksamkeit aufbrachte, um das Leben seines Vaters zu retten, will der Sohn des Verstorbenen nun an die Öffentlichkeit gehen. "Die Ignoranz der Leute macht mich fassungslos und traurig", sagt er gegenüber "20 Minuten".

Zusammen mit seiner Schwester wolle er auf die fehlende Zivilcourage in der Gesellschaft aufmerksam machen. Diese sei "leider nicht mehr alltäglich. Die Leute sind heutzutage zu sehr auf sich konzentriert und nehmen ihre Umwelt gar nicht mehr wahr."

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