Sie sind hier: Home > Panorama >

Unglück in Bangladesch: Mehr als 50 Tote bei Fabrikbrand

Lebensmittelfabrik  

Mehr als 50 Tote bei Fabrikbrand in Bangladesch

09.07.2021, 12:16 Uhr | AFP

Unglück in Bangladesch: Mehr als 50 Tote bei Fabrikbrand. Brennende Fabrik in Bangladesch: Die Polizei ging zunächst von einer niedrigen Opferzahl aus. (Quelle: Reuters/Mohammad Ponir Hossain)

Brennende Fabrik in Bangladesch: Die Polizei ging zunächst von einer niedrigen Opferzahl aus. (Quelle: Mohammad Ponir Hossain/Reuters)

Bei einem Feuer in einer Fabrik in Bangladesch sind mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Zunächst ging die Polizei von weniger Opfern aus. Allerdings ist noch unklar, wie viele Menschen sich in dem Gebäude aufhielten.

Beim Brand in einer Lebensmittelfabrik in Bangladesch sind nach Angaben von Behörden und Feuerwehr mindestens 52 Menschen ums Leben gekommen. Es habe fast 20 Stunden gedauert, das am Donnerstag ausgebrochene Feuer zu löschen, teilte Feuerwehrsprecher Abdullah Al Arefin am Freitag mit. Mindesten 49 verkohlte Leichen seien im verschlossenen vierten Stock des sechsgeschossigen Gebäudes geborgen worden. Drei weitere Tote waren am Donnerstag gleich nach Ausbruch des Brandes entdeckt worden. 

Die Fabrik, in der unter anderem Säfte und Softdrinks hergestellt wurden, liegt etwa 25 Kilometer östlich von Dhaka, der Hauptstadt des südasiatischen Landes. Leicht brennbares Material wie Folienpapier, Harz und Plastikflaschen hatte das Inferno verstärkt. Mindestens 25 Menschen, die auf das Dach des Gebäudes geflohen waren, hätten lebend geborgen werden können, sagte Arefin. Aber der vierte Stock sei verschlossen gewesen, so dass die Arbeiter dort in der Falle saßen. "Wir hätten auch sie retten können, wenn sie es aufs Dach geschafft hätten", sagte Arefin und teilte mit, dass in Kürze die fünfte und sechste Etage durchsucht würden.

Sorgen bei den Angehörigen

Im Fernsehen sagten Beschäftigte, sie hätten das Schloss eines Tors aufgebrochen, um aus der Fabrik zu fliehen. Als das Feuer ausbrach, seien mindesten 1.000 Mitarbeiter im Werk gewesen. Die Behörden richteten ein Untersuchungsteam ein. Von Seite der Fabrikanten lag zunächst keine Äußerung vor.

Hunderte Fabrikarbeiter und Angehörige versammelten sich auf der Suche nach Vermissten vor dem brennenden Gebäude. "Wir sind hergekommen, weil unsere Nichte seit einer Weile unsere Anrufe nicht entgegengenommen hat", sagte Nazrul Islam. "Jetzt klingelt ihr Telefon gar nicht mehr. Wir sind besorgt."

Erinnerungen an frühere Unglücke

In Bangladesch gibt es immer wieder verheerende Brände. Ursache sind oftmals Verstöße gegen Brandschutzregeln. Im Februar 2019 waren mindestens 70 Menschen beim Brand mehrerer Wohnungen in Dhaka ums Leben gekommen, in denen illegal Chemikalien gelagert worden waren.

In schrecklicher Erinnerung ist auch noch der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in einem Vorort von Dhaka, die im April 2013 unter dem Gewicht mehrerer illegal aufgestockter Etagen zusammenbrach. Dabei kamen mehr als 1100 Menschen ums Leben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: