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Brandkatastrophe in Japan: Tat vorbereitet?

Von dpa
Aktualisiert am 20.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Polizisten ermitteln in dem abgesperrten Mehrfamilienhaus in Osaka, in dem es zu dem t├Âdlichen Brand gekommen ist.
Polizisten ermitteln in dem abgesperrten Mehrfamilienhaus in Osaka, in dem es zu dem t├Âdlichen Brand gekommen ist. (Quelle: ---./dpa)
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Osaka (dpa) - Nach der verheerenden Brandkatastrophe in einer Psychiatrieklinik im japanischen Osaka mit zwei Dutzend Toten werden immer mehr Details ├╝ber den mutma├člichen Brandstifter bekannt.

Wie japanische Medien am Montag unter Berufung auf Ermittlungskreise berichteten, hatte der 61-j├Ąhrige Japaner die Tat offenbar sorgf├Ąltig geplant. So soll er im vorigen Monat bei einer Tankstelle Benzin besorgt sowie Feuerzeug und eine Spraydose dabei gehabt haben. Obwohl noch gar kein Haftbefehl gegen ihn ausgestellt ist, hat die Polizei bereits die Identit├Ąt des Verd├Ąchtigten samt vollem Namen und Alter bekannt gemacht. Er liegt mit schweren Verletzungen, unter anderem Verbrennungen an der Luftr├Âhre, derzeit im Krankenhaus.

Bei dem Brand auf der vierten Etage eines Hochhauses der Millionen-Metropole waren am Freitag 24 Menschen - 10 Frauen und 14 M├Ąnner - ums Leben gekommen. Insgesamt waren 27 Opfer ins Krankenhaus gebracht worden, darunter der mutma├čliche Brandstifter. Die Polizei habe seine Patientenkarte f├╝r die Psychiatrieklinik gefunden, hie├č es. Der Metallarbeiter soll bis vor elf Jahren mit Unterbrechungen bei einer Fabrik in Osaka besch├Ąftigt gewesen sein und galt als flei├čiger und gewissenhafter Mitarbeiter. 2010 habe er erneut gek├╝ndigt, seither habe es keinen Kontakt zu ihm gegeben, wurde der Ex-Arbeitgeber zitiert.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler hatte der Verd├Ąchtigte im Empfangsbereich beim Wartezimmer der Klinik zwei Papiert├╝ten mit einer Fl├╝ssigkeit nahe eines Heizger├Ątes abgestellt. Dann habe er gegen sie getreten und die auslaufende Fl├╝ssigkeit in Brand gesteckt, berichteten japanische Medien. Dabei soll es sich um brennbares ├ľl oder Benzin gehandelt haben. Am Ungl├╝cksort h├Ątten die Einsatzkr├Ąfte Spuren davon gefunden, hie├č es. Das Feuer breitete sich auf einer Fl├Ąche von rund 25 Quadratmetern aus. Die 24 Todesopfer, von denen mehrere laut Berichten vom Montag noch nicht identifiziert sind, k├Ânnten an Kohlenmonoxidvergiftung gestorben sein, hie├č es.

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