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RKI meldet 164.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Von dpa
Aktualisiert am 26.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Die Testzentren in Deutschland sind vielerorts ĂŒberlastet.
Die Testzentren in Deutschland sind vielerorts ĂŒberlastet. (Quelle: Ole Spata/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Die offiziell gemeldeten Corona-Fallzahlen erreichen in der derzeitigen Omikron-Welle einen Rekord nach dem anderen.

So meldeten die GesundheitsĂ€mter laut RKI-Angaben von Mittwochmorgen 164.000 FĂ€lle in 24 Stunden, wobei Hamburg aus technischen GrĂŒnden keine Zahlen ĂŒbermittelte. Am 19. Januar hatte die Zahl erstmals ĂŒber 100.000 gelegen. Vor einer Woche waren es 112.323 erfasste Neuinfektionen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ĂŒberschritt erstmals die Schwelle von 900: Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 940,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 894,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 584,4 (Vormonat: 220,7).

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI mit 4,26 (Dienstag 4,07) an.

Die Gesamtzahl der offiziell registrierten Infektionen ĂŒberstieg die Marke von neun Millionen. Das RKI zĂ€hlte seit Beginn der Pandemie 9.035.795 nachgewiesene Ansteckungen mit Sars-CoV-2. Die tatsĂ€chliche Gesamtzahl dĂŒrfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

TestkapazitÀten vielerorts am Limit

Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von FĂ€llen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil TestkapazitĂ€ten und GesundheitsĂ€mter vielerorts am Limit sind. Um eine Überlastung zu verhindern, wollen Bund und LĂ€nder den Zugang zu PCR-Tests einschrĂ€nken. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, geht davon aus, dass bereits jetzt BĂŒrger und auch Ärzte vielfach davon ausgehen, dass die Regelungen bereits gĂ€lten - was wiederum die offiziell erfassten Fallzahlen verringere, fĂŒr die bislang nur PCR-Tests berĂŒcksichtigt werden.

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Die GesundheitsĂ€mter meldeten laut RKI-Angaben 164.000 neue Corona-FĂ€lle in 24 Stunden. Am 19. Januar hatte die Zahl erstmals ĂŒber 100.000 gelegen. Vor einer Woche waren es 112.323 erfasste Neuinfektionen. Zum Vergleich: In Frankreich wurden zuletzt mehr als eine halbe Million Infektionen registriert. Ob hierzulande Ă€hnliche offizielle Zahlen denkbar sind, ist aber fraglich - auch, weil die TestkapazitĂ€ten begrenzt sind.

Sieben-Tage-Inzidenz geht auf die 1000 zu

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch bei 940,6. Das bedeutet rein rechnerisch einen positiven Corona-Nachweis fĂŒr fast jeden 100. Menschen in Deutschland innerhalb von sieben Tagen. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 894,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 584,4 (Vormonat: 220,7). Die Inzidenzen unterscheiden sich stark von Bundesland zu Bundesland. So kommt Berlin auf einen Wert von rund 1800, Schlusslicht ist ThĂŒringen mit rund 340.

Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona sterben, ist bislang weiter rĂŒcklĂ€ufig. Deutschlandweit wurden RKI-Angaben zufolge zuletzt binnen 24 Stunden 166 TodesfĂ€lle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 239 TodesfĂ€lle. Insgesamt hat das RKI bislang 117.126 Corona-TodesfĂ€lle erfasst.

Zahl der Erstimpfungen weiter gering

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die sich erstmals fĂŒr eine Corona-Impfung entscheiden, bleibt derweil vergleichsweise gering. Bundesweit wurden am Dienstag mindestens 444.000 Impfdosen verabreicht, wie aus Daten des RKI vom Mittwoch hervorgeht. Aber nur gut 37.000 davon erhielten Menschen, die bisher noch gar nicht geimpft waren. Bei knapp 71.000 handelte es sich um Zweitimpfungen, bei knapp 336.000 um Auffrischungsimpfungen.

Damit haben jetzt 75,6 Prozent der Bevölkerung - 62,8 Millionen Menschen - mindestens eine Impfdosis erhalten. Die Bundesregierung hatte als Ziel 80 Prozent Erstgeimpfte bis Ende Januar ausgegeben. Das scheint zunehmend unrealistisch. Nicht geimpft sind laut RKI 24,4 Prozent, insgesamt 20,3 Millionen Menschen. Darunter sind aber auch vier Millionen Kinder im Alter bis zu vier Jahren, fĂŒr die bisher noch kein zugelassener Impfstoff zur VerfĂŒgung steht.

Insgesamt haben in Deutschland inzwischen 51,3 Prozent der Bevölkerung eine Auffrischungsimpfung erhalten, 73,6 Prozent verfĂŒgen laut RKI ĂŒber einen vollstĂ€ndigen Grundschutz. DafĂŒr sind in der Regel zwei Impfdosen nötig. Noch zĂ€hlt das RKI dabei auch Menschen mit, die nur eine Dosis des Johnson-&-Johnson-PrĂ€parats erhalten haben. Das wird umgestellt: KĂŒnftig sollen Johnson-&-Johnson-Geimpfte erst nach einer zweiten Impfdosis - möglichst mit einem mRNA-Impfstoff wie dem von Biontech/Pfizer oder Moderna - als vollstĂ€ndig geimpft gelten.

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