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DWD-Bilanz: Wetterextreme werden zunehmen

Von dpa
29.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Dernau, Landkreis Ahrweiler: Im Ahrtal sorgten im Sommer 2021 heftige RegenfĂ€lle fĂŒr Überschwemmungen.
Dernau, Landkreis Ahrweiler: Im Ahrtal sorgten im Sommer 2021 heftige RegenfĂ€lle fĂŒr Überschwemmungen. (Quelle: Future Image/imago-images-bilder)
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In hohen Temperaturen und Starkregen sieht der Deutsche Wetterdienst deutliche Auswirkungen des Klimawandels. Das Bewusstsein fĂŒr die Risiken extremer Wetterereignisse mĂŒsse in Deutschland gestĂ€rkt werden, mahnen Experten.

Die Wetterbilanz fĂŒr das vergangene Jahr bestĂ€tigt dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge klar den Trend der globalen ErwĂ€rmung. Es sei das elfte zu warme Jahr in Folge gewesen, hieß es am Dienstag bei der Vorstellung des Klimastatusberichts des DWD in Berlin.


Die dramatischen Folgen der Klimakrise

Die Erde heizt sich immer weiter auf. Die VerÀnderungen im globalen Klima haben Auswirkungen auf Menschen, Tieren und Pflanzen. Zehn Bilder zeigen die dramatischen Folgen der Klimakrise.
Eine der sichtbarsten Folgen der Klimakrise ist die Eisschmelze und diese hat wiederum Auswirkungen auf EisbĂ€ren. Die Tiere mĂŒssen schon jetzt lĂ€ngere Strecken schwimmen, um festes Eis zu finden, von dem aus sie Robben jagen können.
+9

Die Durchschnittstemperatur lag demnach mit 9,2 Grad um knapp ein Grad ĂŒber dem Wert der Referenzperiode 1961 bis 1990. Ende Dezember 2021 hatte der DWD schon eine vorlĂ€ufige Jahresbilanz vorgelegt, aus der viele der Daten bereits hervorgingen.

"Klimaschutz liegt im nationalen Interesse"

Seit den 1970er-Jahren ist in Deutschland nach DWD-Daten jedes Jahrzehnt wĂ€rmer als das vorherige gewesen. Der Anstieg der mittleren Temperatur wird der Klimaforschung zufolge in den kommenden Jahren zu mehr und intensiveren Wetterextremen fĂŒhren.

"Die KlimaverĂ€nderung wird fĂŒr uns alle immer hĂ€ufiger direkt spĂŒrbar, bleibt keine abstrakte statistische KenngrĂ¶ĂŸe mehr und zeigt, dass ein ambitionierter Klimaschutz auch im nationalen Interesse liegt", erklĂ€rt Andreas Becker, Leiter der Abteilung KlimaĂŒberwachung des DWD, in dem Bericht.

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Die katastrophalen Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hĂ€tten schmerzlich deutlich gemacht, dass auch Deutschland durch Extremereignisse verwundbar ist. Allein im Ahrtal in Rheinland-Pfalz kamen 134 Menschen bei der Flutkatastrophe im Juli ums Leben, tausende GebĂ€ude und ein großer Teil der Infrastruktur in den Hochwassergebieten wurden zerstört.

"Auf solche Ereignisse mĂŒssen wir uns daher in Zukunft besser vorbereiten", so Becker. Hinsichtlich des Niederschlags insgesamt war 2021 ein eher durchschnittliches Jahr. Auf den sehr nassen Sommer sei ein deutlich zu trockener Herbst gefolgt.

Experten wollen Risikobewusstsein stÀrken

Die meisten und intensivsten StarkniederschlĂ€ge treten Becker zufolge in der Regel zwischen Mai und September auf – und können jeden Ort treffen. Eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung auf intensivere und hĂ€ufigere Wetterextreme spiele eine geschlossene Warnkette vom DWD bis zu den zustĂ€ndigen EinsatzkrĂ€ften vor Ort. Wichtig sei aber auch, das Risikobewusstsein der Bevölkerung zu stĂ€rken.

Bisher fehle es daran, hatten Experten bereits am Montag betont. "Wir mĂŒssen den Menschen klarmachen, dass es mittlerweile auch bei uns um Leben und Tod geht", hatte die Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Antje Boetius, zu Beginn des Forums "Wasserextreme als Folge des Klimawandels" in Bremerhaven gesagt. Wichtig sei auch, schon Kindern Verhaltensmaßnahmen im Katastrophenfall beizubringen.

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  • Sophie Loelke
  • Arno Wölk
  • Nicolas Lindken
Von S. Loelke, A. Wölk, N. Lindken
DeutschlandÜberschwemmung
Justiz & KriminalitÀt




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