• Home
  • Panorama
  • KriminalitĂ€t: Prozess um tödliches Autorennen in Hamburg


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextEM-Aus fĂŒr WeltfußballerinSymbolbild fĂŒr einen TextGasstreik in Norwegen: Regierung greift einSymbolbild fĂŒr einen TextUS-Bluttat: Siebenfache MordanklageSymbolbild fĂŒr einen TextTennis: Das ist Marias Halbfinal-GegnerinSymbolbild fĂŒr einen TextBahn: Brandbrief von MitarbeiternSymbolbild fĂŒr einen TextNicky Hilton ist Mutter gewordenSymbolbild fĂŒr einen TextSpanische Königin hat CoronaSymbolbild fĂŒr einen TextRubel verliert deutlich an WertSymbolbild fĂŒr einen TextKatzenberger war mit Fan im BettSymbolbild fĂŒr einen TextWilliams' Witwe enthĂŒllt DetailsSymbolbild fĂŒr einen TextFrau uriniert neben Gleis: Hand gebrochenSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserFC Bayern vor nĂ€chstem Transfer-HammerSymbolbild fĂŒr einen TextSpielen Sie das Spiel der Könige

Prozess um tödliches Autorennen in Hamburg

Von dpa
02.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Die zwei Angeklagten neben ihren AnwÀlten Andreas Beurskens (2.
Die zwei Angeklagten neben ihren AnwÀlten Andreas Beurskens (2.v.l) und Stefanie Martens (r) zu Beginn des Prozesses vor dem Amtsgericht Harburg. (Quelle: Christian Charisius/dpa/Pool/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Hamburg (dpa) - Auf Bildern ist ein seitlich aufgerissenes Auto zu sehen, TrĂŒmmerteile liegen auf der Auffahrt zur Hamburger KöhlbrandbrĂŒcke weit verstreut. Die Fotos, die das Amtsgericht Hamburg-Harburg am Montag zeigt, sind kurz nach einem Unfall vor drei Jahren entstanden, bei dem ein 24-JĂ€hriger starb.

Der Bruder des Verstorbenen, heute 25 Jahre alt, und ein 29-JĂ€hriger sitzen auf der Anklagebank. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen die Teilnahme an einem verbotenen Autorennen mit Todesfolge und fahrlĂ€ssige Tötung vor. Die beiden MĂ€nner schweigen zu den VorwĂŒrfen.

Laut Anklage begannen die Beschuldigten ihr Rennen am spĂ€ten Abend des 25. MĂ€rz 2019 auf der Finkenwerder Straße, die unter der Autobahn 7 hindurch zur KöhlbrandbrĂŒcke fĂŒhrt. ZunĂ€chst seien sie 70 bis 100 Stundenkilometer schnell gefahren, bei AbstĂ€nden von 1,5 bis 2 Metern. Auf der ansteigenden BrĂŒcke habe der 25-JĂ€hrige mit seinem Wagen das Auto des 29-JĂ€hrigen ĂŒberholt.

Bei einer Geschwindigkeit von 138 bis 164 Stundenkilometern sei der Wagen des 25-JĂ€hrigen in einer Linkskurve ins Schleudern geraten und mit einem Sattelzug kollidiert. Sein Ă€lterer Bruder erlitt als Beifahrer so schwere Kopfverletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb. Die zulĂ€ssige Höchstgeschwindigkeit auf der BrĂŒcke betrĂ€gt 60 Stundenkilometer.

"Im Spiegel sah ich was auf mich zukommen", sagte am Montag ein Lastwagenfahrer als Zeuge. "Wie ein grauer Schatten. So ein Schreck!" Ein silberner Wagen habe seinen Sattelzug vorne links berĂŒhrt und sei dann in Schlangenlinien gegen die Mittelleitplanke gestoßen, sagte der 63-JĂ€hrige. Der Pkw habe eine volle Drehung gemacht und sei mit der rechten Seite gegen einen Container-Lastwagen geprallt.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
BR-Sportmoderatorin stirbt mit 47 Jahren
Andrea Otto (hier im Jahre 2006): Die Moderatorin wurde nur 47 Jahre alt.


Er habe mit seinem Sattelzug sofort rechts angehalten. Der Autofahrer sei ausgestiegen und habe immer wieder - mit Blick auf seinen eingeklemmten Beifahrer - gerufen: "Helft mir! Er ist mein Bruder!" Laut Polizei stand der Unfallverursacher unter Schock. Über das Geschehen sagte der 63-JĂ€hrige: "So was vergisst man nicht."

Ein zweiter Zeuge berichtete, dass der silberne Wagen vor dem Unfall nahe der UnterfĂŒhrung unter der A7 an einer Einfahrt gestanden habe. Wenig spĂ€ter habe ihn ein schwarzes Auto ganz knapp ĂŒberholt. Der Wagen sei dabei ĂŒber eine SperrflĂ€che gefahren und habe eine Staubwolke aufgewirbelt. Unmittelbar darauf sei das silberne Fahrzeug von links kommend an ihm mit minimalem Abstand vorbeigezogen, sagte der 45-JĂ€hrige. An der nĂ€chsten roten Ampel vor der Auffahrt zur BrĂŒcke hĂ€tten die Fahrer in einer Schlange gewartet. Bei GrĂŒn seien die beiden schnellen Wagen "durchgestartet". Vor der nĂ€chsten Linkskurve habe er sie aus den Augen verloren, dann habe er einen weißen Lichtschein gesehen - offenbar vom schleudernden Unfallwagen verursacht.

Ein anderer Autofahrer wurde nach eigenen Angaben ebenfalls von beiden Fahrzeugen ganz knapp ĂŒberholt. An der roten Ampel seien die Wagen zum Stehen gekommen. "Dann sind die beiden losgepest", sagte der 42-JĂ€hrige. An der Unfallstelle sei er ausgestiegen und habe nach dem Verletzten sehen wollen. Jemand anders habe bereits dessen Puls gefĂŒhlt. Auf prĂ€zise Nachfragen der drei Verteidiger wurde der Zeuge unsicher. Er konnte sich nicht mehr erinnern, auf welcher Fahrspur er vor der Ampel stand und welche Fahrzeuge vor und neben ihm standen.

Die Angeklagten verfolgten die Verhandlung aufmerksam und mit ernsten Gesichtern. Sollten sie schuldig gesprochen werden, droht ihnen eine Strafe von ein bis zehn Jahren GefĂ€ngnis. Das Schöffengericht hat zwei Fortsetzungstermine angesetzt. Das Urteil könnte am 16. Mai verkĂŒndet werden.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Marc von LĂŒpke-Schwarz
Von Marc von LĂŒpke
AutorennenHarburgUnfall
Justiz & KriminalitÀt




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website