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Zugunglück in Garmisch: Polizei meldet deutlich mehr Verletzte

Von dpa, afp, t-online
Aktualisiert am 12.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Polizisten sichern den Unfallort, Garmisch-Partenkirchen: An der Unglücksstelle stehen noch immer die Lok und ein Waggon auf den Gleisen.
Polizisten sichern den Unfallort, Garmisch-Partenkirchen: An der Unglücksstelle stehen noch immer die Lok und ein Waggon auf den Gleisen. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-bilder)
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Neun Tage nach dem tödlichen Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen haben Behörden weitere Verletzte gemeldet – eine 34-Jährige schwebt demnach in Lebensgefahr. Die Polizei sucht weiter nach Zeugen.

Mehr als eine Woche nach dem tödlichen Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen meldet die Polizei neue Zahlen von Verletzten. Nach aktuellem Stand seien 16 Menschen schwer und 52 leicht verletzt worden, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Sonntag mit. Der Zustand einer schwerst verletzten 34-jährigen Frau sei nach wie vor kritisch.

Vier Frauen und ein 13-Jähriger aus der Region starben, als am vergangenen Freitag gegen 12.15 Uhr ein Regionalzug von Garmisch-Partenkirchen nach München entgleiste. Die Ursache ist noch unklar.

Garmisch-Partenkirchen: Am Samstag wurde in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt der Opfer des Zugunglücks gedacht.
Garmisch-Partenkirchen: Am Samstag wurde in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt der Opfer des Zugunglücks gedacht. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-bilder)

Mit einem ökumenischen Trauergottesdienst wurde am Samstag in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Garmisch-Partenkirchen der Opfer gedacht. An dem Gottesdienst nahmen Überlebende, Angehörige und auch Rettungs- und Hilfskräfte teil.

Es werden noch Zeugen gesucht

Die rund 50 Mitarbeiter umfassende Soko "Zug" arbeitet auf Hochtouren an der Aufklärung. Dutzende Fahrgäste sowie Bahnmitarbeiter wurden bereits als Zeugen vernommen.

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Die Ermittler suchen nun noch Fahrgäste aus dem Unglückszug, die bisher noch keinen Kontakt zur Polizei hatten. Zudem riefen die Beamten Zeugen auf, Bilder und Videos für die Ermittlungen zur Verfügung zu stellen. Dazu sei ein eigenes Upload-Portal geschaltet.

Aufgeschnittene Zugwaggons nahe der Unfallstelle: Auf der Suche nach der Ursache untersucht die Polizei die zerstörten Waggons weiter.
Aufgeschnittene Zugwaggons nahe der Unfallstelle: Auf der Suche nach der Ursache untersucht die Polizei die zerstörten Waggons weiter. (Quelle: Tobias Hase/dpa-bilder)

Die Soko geht davon aus, dass noch nicht alle Fahrgäste des Unglückszuges erreicht werden konnten. Möglicherweise unverletzte oder nur leicht verletzte Menschen könnten sich von der Unfallstelle entfernt haben, bevor ihre Personalien aufgenommen werden konnten. "Diese Fahrgäste, die bislang keinen Kontakt mit der Polizei hatten, sind wichtige Zeugen für die Soko "Zug"." An der Unfallstelle stehen noch immer die Lok und ein Waggon auf den Gleisen. Die Bahn arbeitet an den Vorbereitungen zum Abtransport.

Autofahrer konnten zuletzt auf dem Weg von Garmisch-Partenkirchen Richtung Norden neben der Straße die völlig zerstörten weiteren Waggons auf einem Abstellplatz sehen. Sie sind mit den Fahrgestellen und Schienenteilen sichergestellt worden. Auf diesen Teilen liegt ein Fokus der Ermittlungen. Vermutet wird ein technischer Defekt oder ein Problem mit den Gleisen. Wann auf der Strecke wieder Züge fahren können, ist offen.

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  • Axel Krüger
  • Sophie Loelke
Von Axel Krüger, Sophie Loelke
Garmisch-PartenkirchenPolizeiZugunglück
Justiz & Kriminalität




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