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Aachen: Bedrohungslage – SEK überwältigt 65-Jährige in Krankenhaus


"Bedrohungslage"
SEK-Kommando überwältigt 65-Jährige in Aachener Klinik

Von t-online, cc

Aktualisiert am 05.03.2024Lesedauer: 2 Min.
Schwer bewaffnete Polizisten sind vor einem Aachener Krankenhaus im Einsatz.Vergrößern des BildesSchwer bewaffnete Polizisten sind vor einem Aachener Krankenhaus im Einsatz. (Quelle: Henning Kaiser)
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Eine Frau verschanzt sich offenbar in einem Krankenhaus. Schwer bewaffnete Spezialkräfte rücken an. Inzwischen konnte die 65-Jährige überwältigt werden.

Bei einem polizeilichen Zugriff am Luisenhospital in Aachen ist eine 65-jährige Frau verletzt worden, die sich am Montag stundenlang in einem Raum der Klinik verschanzt hatte. Das berichtete der Aachener Polizeisprecher Andreas Müller am späten Montagabend vor Ort. Die Frau werde in einem Krankenwagen behandelt.

Es hatte zuvor Hinweise gegeben, dass es sich um eine mögliche Bedrohungssituation handelt, Menschen sollten den Bereich weiträumig meiden, sagte die Kölner Polizei t-online. In der Nacht stellte sich heraus, dass die Frau das Krankenhaus offenbar in der Absicht aufgesucht hatte, sich selbst zu töten. Dabei soll sie eine Sprengstoff-Attrappe mitgeführt haben, wie die Kölner Polizei berichtete.

Sie wird sich nun in einem Strafverfahren wegen eines versuchten Tötungsdelikts verantworten müssen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Weitere Personen seien nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt worden, so die Polizei.

Menschen sollten Einsatzort weiträumig meiden

Die Frau war nach dem Zugriff der Sicherheitskräfte auf einer Krankenbahre herausgerollt worden, zugedeckt mit einer Wärmefolie, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Ein Großaufgebot an Polizei und Feuerwehr war stundenlang wegen der Bedrohungslage vor Ort.

Bereits nachmittags war die Feuerwehr Aachen über einen Brand in dem Krankenhaus informiert worden. Das Feuer im Bettenbereich sei gelöscht worden, teilten die Einsatzkräfte am Abend mit. Sie baten die Menschen in der Umgebung, den Einsatzort weiträumig zu vermeiden, wie ein Polizeisprecher gegenüber t-online sagte.

Laut Polizeibericht war die Frau gegen 17 Uhr in das Hospital gegangen und hatte dabei eine Waffe in der Hand. Diese stellte sich später als Schreckschusspistole heraus. Auch trug sie wohl einen auffallend großen Gürtel und einen weiteren, verdächtigen Gegenstand. Offenbar bedrohte sie dann die Angestellten einer Physiotherapiepraxis.

Insgesamt 400 Menschen im Einsatz

Nachdem es einem Mitarbeiter gelungen sei, ihr die Waffe zu entziehen, soll sie sich in ein Patientenzimmer zurückgezogen, einen pyrotechnischen Gegenstand entzündet und auf den Gang geworfen haben. Als sie um 22.38 Uhr den Raum verlassen und versucht habe, einen Gegenstand auf dem Gang abzubrennen, hätten die Polizisten die Schusswaffe gezogen, um die Gefahrenlage zu beenden, berichtete das Kölner Polizeipräsidium. Dabei habe die Frau schwere Verletzungen erlitten und sei medizinisch versorgt worden.

Wie sich herausstellte, war die Frau aus dem nahen Eschweiler. Ihre dortige Wohnung war am Nachmittag ausgebrannt. Die Wohnungsinhaberin werde verdächtigt, den Brand selbst gelegt zu haben. Ermittler hätten einen mutmaßlich hinterlegten Brief gefunden.

Insgesamt waren bei dem Einsatz 400 Menschen vor Ort. Unter anderem waren elf Notfallseelsorger am Hospital, um die Betroffenen zu betreuen. Der Klinikbetrieb war während des Einsatzes eingeschränkt, mehrere Intensivpatienten mussten von der Station verlegt werden.

Ein Spezialeinsatzkommando war schwer bewaffnet im Einsatz, zeitweise kreiste ein Hubschrauber über dem Hospital. Während des mehrstündigen Einsatzes war es auch zu Einschränkungen des Straßen- und des Bahnverkehrs gekommen. Im Westen der Stadt war vorsichtshalber ein Streckenabschnitt der Bahn gesperrt worden, Züge warten an Bahnhöfen.

Hinweis: Falls Sie viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa und AFP
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