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Prinz Reuß: Razzia im Umfeld der mutmaßlichen "Reichsbürger"-Terrorgruppe


Mit Baggern wird nach Waffendepots gesucht
GSG-9-Razzia gegen Reichsbürger aus der Prinz Reuß-Gruppe

Von t-online, dpa
Aktualisiert am 04.06.2024Lesedauer: 2 Min.
Razzia in der Idylle von Althengstett: Ein Polizist ist bei dem Einsatz gegen Reichsbürger aus dem Umfeld von der mutmaßlichen Terror-Verschwörer-Gruppe von Prinz Reuß im Einsatz.Vergrößern des BildesRazzia in der Idylle von Althengstett: Ein Polizist ist bei dem Einsatz gegen Reichsbürger aus dem Umfeld von der mutmaßlichen Terror-Verschwörer-Gruppe von Prinz Reuß im Einsatz. (Quelle: Thomas Fritsch/dpa)
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Im Reichsbürger-Umfeld hat es eine erneute Razzia gegeben. Bei Durchsuchungen in drei Bundesländern sollen vor allem Waffendepots gesucht worden sein.

Mit einer Razzia geht die Bundesanwaltschaft gegen mögliche Unterstützer der mutmaßlichen Terrorgruppe um den "Reichsbürger"-Ideologen Heinrich XIII. Prinz Reuß vor. Ein Großaufgebot der Polizei durchsucht seit dem frühen Dienstagmorgen sieben Objekte und drei Grundstücke in Baden-Württemberg, Sachsen und Schleswig-Holstein, wie eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft mitteilte. Zuerst hatte der "Spiegel" berichtet.

Bei der Razzia sind die Ermittler nach Medienberichten mit schwerem Gerät unterwegs. In Althengstett (Kreis Calw) fuhr die Bundespolizei für die Ermittler des BKA unter anderem Gabelstapler und kleine Bagger auf, wie die "Stuttgarter Nachrichten" berichten.

GSG 9-Soldaten im Einsatz

Im Einsatz sind unter anderem die GSG 9 der Bundespolizei sowie Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten der Landespolizei. Das legt den Verdacht nahe, dass zudem nach Waffen und Munition gesucht wird. Die Grenzschutzgruppe (GSG) 9 der Bundespolizei ist eine Spezialeinheit zur Bekämpfung von schwerster oder organisierter Kriminalität sowie Terrorismus.

Aus der Politik kommt Lob für das harte Durchgreifen. Katja Mast, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, sagt t-online: "Reichsbürgerinnen und Reichsbürger sind eine echte Gefahr für unsere Demokratie. Die Prozesse gegen führende Köpfe läuft. Jetzt erneute Durchsuchungen. Alles muss ans Licht und es ist gut, dass konsequent durchgegriffen wird."

Über 700 Beamte an Durchsuchungen beteiligt

Die Maßnahmen richteten sich gegen zwei Beschuldigte aus Baden-Württemberg. Ihnen werde Unterstützung einer inländischen terroristischen Vereinigung zur Last gelegt, sagte die Sprecherin weiterer.

Nach dpa-Informationen sind Wohnräume der beiden Beschuldigten in Althengstett und Bad Teinach (beide Kreis Calw) durchsucht worden, sowie dortige Grundstücke. Die beiden Beschuldigten, ein Mann im Alter von 73 Jahren und eine 63 Jahre alte Frau, stehen im Verdacht, der "Reichsbürger"-Gruppierung um Prinz Reuß zum Jahreswechsel 2021/2022 Räumlichkeiten in Sachsen für die Durchführung von Rekrutierungsveranstaltungen zur Verfügung gestellt haben. Mutmaßlich führende Köpfe der Gruppe müssen sich derzeit vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main verantworten. Die weibliche Beschuldigte soll zudem einem von ihnen, Rüdiger v. P., im Herbst 2021 ein Auto überlassen haben.

An den Durchsuchungsmaßnahmen sind über 700 Beamte des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei sowie der Landespolizeien von Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein beteiligt.

Hierzu zählen laut der Bundesanwaltschaftssprecherin auch Spezialeinheiten des Bundes sowie des Landes Baden-Württemberg. Die Maßnahmen in Baden-Württemberg werden durch Kräfte des Kampfmittelräumdienstes des Landes sowie in Sachsen durch Kräfte des Technischen Hilfswerks unterstützt. Auch schweres Gerät sei im Einsatz, hieß es.

Verwendete Quellen
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