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Bundeswehr-Ausbilder muss sich vor Gericht verantworten

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Soldaten erlitten Hitzeschlag  

Bundeswehr-Ausbilder muss sich vor Gericht verantworten

13.05.2018, 19:00 Uhr | AFP

. Kleidung der Bundeswehr: Einem Ausbilder wird fehlende Sorgfalt vorgeworfen, die schwerwiegende Konsequenzen mit sich brachte. (Archivbild) (Quelle: dpa/Marcel Kusch)

Kleidung der Bundeswehr: Einem Ausbilder wird fehlende Sorgfalt vorgeworfen, die schwerwiegende Konsequenzen mit sich brachte. (Archivbild) (Quelle: Marcel Kusch/dpa)

Weil er Rekruten misshandelt haben soll, steht ein Bundeswehr-Ausbilder bald vor Gericht. Vier Soldaten brachen während eines Geländemarsches bei viel zu hohen Temperaturen zusammen.

Ein Bundeswehr-Ausbilder muss sich einem Bericht zufolge ab Dienstag vor dem Amtsgericht Bad Kissingen wegen Misshandlung von Untergebenen verantworten. Dem 42-jährigen Hauptfeldwebel wird nach "Spiegel"-Angaben vom Sonntag vorgeworfen, er habe 2016 eine Gruppe von Soldaten im bayerischen Ausbildungszentrum Hammelburg trotz starker Hitze einen Geländemarsch absolvieren lassen, wobei vier Soldaten mit akuten Hitzschlägen kollabiert seien.

Fehlende Sorgfalt des Ausbilders

Alle mussten demnach per Helikopter zur Behandlung in Intensivstationen geflogen werden. An dem Tag hätten in Hammelburg Temperaturen bis zu 30 Grad Celsius geherrscht. Trotzdem sei der körperlich anspruchsvolle Marsch im Laufschritt und mit zehn Kilogramm Gepäck erfolgt, aber nicht ausreichend kontrolliert worden, ob die Soldaten körperlich fit genug waren.

Dem Ausbilder wird nun vorgeworfen, "aus Fahrlässigkeit vier andere Personen körperlich misshandelt oder an der Gesundheit geschädigt zu haben", zitierte der "Spiegel" aus internen Papieren der Staatsanwaltschaft. Die fehlende Sorgfalt des Ausbilders habe dazu geführt, "dass alle vier Soldaten lebensgefährlich erkrankten". Laut den Anklägern hätte der Ausbilder die Hitzschläge jedoch "verhindern können und müssen".

Angeklagter lehnte Geldstrafe ab

Das Amtsgericht Bad Kissingen hatte laut "Spiegel" zunächst einen Strafbefehl, verbunden mit einer Geldbuße von 2.400 Euro, gegen den Soldaten verhängt. Da dieser die Geldstrafe nicht akzeptiert habe, beginne nun der Prozess. Geladen sind dazu dem Bericht zufolge auch die Vorgesetzten des Angeklagten, die bei dem Marsch allerdings nicht vor Ort gewesen seien.

Die Bundeswehr selbst habe den Ausbilder bisher nicht belangt. In einem Bericht stellte das Ausbildungskommando Hammelburg nach "Spiegel"-Informationen Ende 2016 vielmehr fest, der Hauptfeldwebel habe die ihm unterstellten Soldaten weder schikaniert noch körperlich überfordert. Ein Dienstvergehen sei nicht festzustellen.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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