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Kierspe: Mutter soll Neugeborenes in Müllsack entsorgt haben – Prozess

Prozess um versuchten Totschlag  

Baby in Müllsack entsorgt – Mutter jetzt angeklagt

17.08.2019, 12:13 Uhr | dpa

Kierspe: Mutter soll Neugeborenes in Müllsack entsorgt haben – Prozess. Der Fundort eines neugeborenen Mädchens, das dort in einem zugeknoteten Müllsack abgelegt worden war: Das Neugeborene konnte gerade noch gerettet werden. (Archivbild) (Quelle: dpa/Markus Klümper)

Der Fundort eines neugeborenen Mädchens, das dort in einem zugeknoteten Müllsack abgelegt worden war: Das Neugeborene konnte gerade noch gerettet werden. (Archivbild) (Quelle: Markus Klümper/dpa)

Sie verheimlichte ihre Schwangerschaft vor ihrem Verlobten, brachte das Kind heimlich auf die Welt – und soll es in einem Müllsack entsorgt haben: Nun muss sich eine Mutter vor Gericht verantworten.

Sie soll ihr Kind heimlich zur Welt gebracht und das Neugeborene in einem verknoteten Müllsack neben dem Haus entsorgt haben: Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung hat die Staatsanwaltschaft Hagen nun Anklage gegen eine Mutter aus Kierspe im Märkischen Kreis erhoben.

"Ich gehe davon aus, dass sie gemerkt hat, dass das Kind lebte als sie es dort abgelegt hat", sagte der ermittelnde Staatsanwalt Bernd Haldorn. Das Kind war demnach mit einer Körpertemperatur von nur noch 31 Grad Celsius gefunden worden und drohte zu sterben.

Sie legte das Kind mit dem Hausmüll ab

Den nun abgeschlossenen Ermittlungen zufolge soll die Deutsche ihre Schwangerschaft vor ihrem Verlobten und Kindsvater verborgen und das Mädchen schließlich im Juni ohne Unterstützung im heimischen Badezimmer zur Welt gebracht haben. Kurz darauf soll die Frau das Baby in Handtücher gewickelt, in den Müllsack gesteckt und diesen in den Garten gelegt haben – zusammen mit dem Hausmüll.
 

 
In einer ersten Befragung hatte die Frau ihr Vorgehen mit Ängsten erklärt, sich später aber nicht mehr zu den Vorwürfen geäußert. "Zum Motiv kann ich deshalb nichts sagen", sagte der Staatsanwalt. Anhaltspunkte, dass die Frau vermindert schuldfähig sei, habe er jedenfalls nicht. Die Frau lebte mit ihrem Verlobten und einer gemeinsamen einjährigen Tochter zusammen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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