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Polizistenmord: Australier saß 19 Jahre unschuldig in Haft

Vier Millionen Euro Entschädigung  

Australier saß 19 Jahre unschuldig in Haft

14.10.2019, 16:11 Uhr | dpa

Polizistenmord: Australier saß 19 Jahre unschuldig in Haft. Ein Gefängnisgang mit Zellen (Symbolbild): Während der Australier in Gefangenschaft war starben seine Mutter und Schwester. (Quelle: Getty Images)

Ein Gefängnisgang mit Zellen (Symbolbild): Während der Australier in Gefangenschaft war starben seine Mutter und Schwester. (Quelle: Getty Images)

Für den Mord an einem Polizisten saß ein Mann in Australien fast 20 Jahre im Gefängnis – dann stellte sich heraus: Er ist unschuldig. Jetzt erhält er eine Entschädigung in Millionenhöhe.

Ein Australier, der zu Unrecht 19 Jahre lang im Gefängnis saß, soll eine Entschädigung in Höhe von 7,02 Millionen australischer Dollar (etwa 4,3 Millionen Euro) bekommen. Das entschied am Montag ein Gericht in der Hauptstadt Canberra. Der 74-Jährige war 1995 wegen Mordes an einem hochrangigen Polizeibeamten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden, wie der australische Fernsehsender ABC berichtete. Erst 19 Jahre später sei er freigekommen, nachdem Zweifel an der Beweislage aufgekommen waren.

Zuvor hatte der Mann demnach eine Entschädigung in Höhe von umgerechnet etwa 1,8 Millionen Euro abgelehnt. Stattdessen habe er in einer Gerichtsverhandlung Anfang Oktober mindestens 11 Millionen Euro gefordert, hieß es in dem Bericht weiter. Die Haftstrafe habe ihm die Möglichkeit auf eine Familie und eine Karriere genommen, zitierte der Sender den 74-Jährigen. Außerdem seien seine zwei jüngeren Schwestern und seine Mutter während seines Gefängnisaufenthaltes gestorben.
 

 
Mit der Entscheidung des Gerichts sei der Mann nun zunächst zufrieden, berichtete ABC unter Berufung auf dessen Anwalt. Ob er das Angebot annehme, stehe aber noch nicht fest. Wie der britische Sender BBC berichtete, hatte der Mann das Urteil während seiner Inhaftierung fünf mal angefochten. Der Mord an dem Polizeibeamten ist demnach noch immer ungeklärt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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