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USA: Hurrikan Sally – Exeperten warnen vor heftigsten Saison aller Zeiten

Starke Überschwemmungen  

Verheerende Schäden durch Sturm "Sally" an US-Golfküste

17.09.2020, 07:53 Uhr | AFP, dpa

USA: Hurrikan Sally – Exeperten warnen vor heftigsten Saison aller Zeiten. Eine überschwemmte Straße in Pensacola, Florida: Hurrikan "Sally" sorgte an der US-Golfküste für verheerende Schäden. (Quelle: AP/dpa/Gerald Herbert)

Eine überschwemmte Straße in Pensacola, Florida: Hurrikan "Sally" sorgte an der US-Golfküste für verheerende Schäden. (Quelle: Gerald Herbert/AP/dpa)

US-Klimaexperten warnten vor einer der heftigsten Hurrikan-Saisons überhaupt. Nun ist wieder ein Sturm auf Land getroffen: "Sally" sorgt an der US-Golfküste für Überschwemmungen und starke Regenfälle.

Der Sturm "Sally" löst auf seinem Weg durch die US-Bundesstaaten Alabama und Florida schwere Überschwemmungen aus. Häuser wurden zerstört oder beschädigt, Straßen standen unter Wasser, hunderttausende Haushalte hatten keinen Strom. In der Stadt Pensacola in Florida sei binnen vier Stunden so viel Regen gefallen wie sonst in vier Monaten, sagte Feuerwehrchefin Ginny Cranor dem Nachrichtensender CNN. Hunderte Menschen wurden in den betroffenen Gebieten von Helfern in Sicherheit gebracht.

"Katastrophale und lebensbedrohlichen Überschwemmungen" 

Das Auge des Sturms war am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Stundenkilometern nahe der Stadt Gulf Shores (Alabama) auf Land getroffen, wie das Nationale Hurrikanzentrum mitteilte. 

Das entsprach einem Hurrikan der Stufe zwei von fünf. Wenige Stunden nach dem Auftreffen schwächte sich "Sally" ab und wurde als tropischer Sturm geführt. Doch er bewegt sich langsam, mit etwas mehr als zehn Kilometern pro Stunde – und setzt damit die betroffenen Regionen durch Regenfälle unter Wasser, warnten die Meteorologen. Sie sprechen von "katastrophalen und lebensbedrohlichen Überschwemmungen".

Die Experten erwarten, dass der Sturm in nordöstlicher Richtung landeinwärts durch Alabama weiterzieht. Auswirkungen dürften auch in Teilen von Georgia und South und North Carolina zu spüren sein.

Die Meteorologen erwarteten, dass der Sturm in nordöstlicher Richtung landeinwärts durch Alabama weiterzieht. Auswirkungen dürften auch in Teilen von Georgia und South und North Carolina zu spüren sein. US-Medienberichten zufolge waren am Mittwochmorgen bereits Hunderttausende Haushalte ohne Strom.

Zerstörung in Florida: Hurrikan "Sally" bringt starke Winde und Regenfälle an die Golfküste der USA. (Quelle: AP/dpa/Gerald Herbert)Zerstörung in Florida: Hurrikan "Sally" bringt starke Winde und Regenfälle an die Golfküste der USA. (Quelle: Gerald Herbert/AP/dpa)

Hurrikansaison könnte eine der heftigsten werden

Die Prognosen zu "Sally" haben sich in den vergangenen Tagen immer wieder geändert. Zunächst hatte es geheißen, der Wirbelsturm werde bereits in der Nacht im Südosten des Bundesstaats Louisiana nahe der Grenze zu Mississippi aufs Festland treffen. Erst vor drei Wochen hatte Hurrikan "Laura" Louisiana getroffen und dort schwere Zerstörungen angerichtet. "Laura" war ein Hurrikan der Stufe vier und damit extrem gefährlich. Mindestens 15 Menschen kamen ums Leben, Hunderttausende waren ohne Strom, auch die Trinkwasserversorgung war zum Teil unterbrochen.

Tropische Orkane werden im westlichen Atlantik und im östlichen Pazifik Hurrikans genannt. Im Atlantik könnte die diesjährige Hurrikansaison, die von Juni bis November dauert, nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA eine der heftigsten überhaupt werden.

"Sally" sei bereits der achte Sturm, der in dieser Saison auf das US-Festland traf und stark genug war, um einen Namen zu erhalten, schrieb der Meteorologe an der Colorado State University, Philip Klotzbach, auf Twitter. So viele seien es bis zum 16. September bislang in keiner Saison gewesen.

Über dem Atlantik bewegen sich derzeit die Hurrikans "Paulette" und "Teddy". Während sich "Paulette" abschwächen sollte, dürfte sich "Teddy" den Prognosen zufolge zu einem Hurrikan der Stärke vier von fünf auswachsen. Da er sich nicht in Küstennähe bewegte, bestanden zunächst keine Warnungen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und AFP

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