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Kindermord in Saarbrücken – "Meine Frau hat Kinder aus Haus geschmissen"


Nachbar berichtet
Kind stirbt nach Sturz: "Der Vater rannte auf mich zu und schrie"

Von t-online, lw

Aktualisiert am 30.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Saarbrücken im Saarland: An diesem Haus geschah die Tragödie.Vergrößern des BildesDas Haus in Saarbrücken: Dort ereignete sich die Tat. (Quelle: Harald Tittel/dpa)
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Es herrscht Entsetzen: Hat eine Frau ihre Kinder von einer Brüstung geworfen und stürzte sich dann selbst hinab? Ein Zeuge schildert die dramatischen Szenen.

Trauer macht sich breit: Am Donnerstagabend soll eine Mutter ihre zwei Töchter von einer fünf Meter hohen Brüstung geworfen haben und anschließend selbst gesprungen sein.

Eins der Kinder, gerade einmal drei Jahre alt, prallt mit dem Kopf auf und stirbt kurze Zeit später im Krankenhaus. Das andere Kind (1) überlebt nahezu unverletzt. Die Mutter verletzt sich bei dem Vorfall schwer. Sie soll derzeit im Koma liegen. Sie sei nicht vernehmungsfähig, weshalb ihre Motivation noch unklar sei, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Aber es drängt sich die Frage auf: Was geschah in Saarbrücken?

"Da gibt es Kindergeschrei und eine Frau, die rumschreit"

Knapp zwei Tage nach der Tat werden Details zum Tathergang öffentlich. Wie die "Saarbrücker Zeitung" und die "Bild" berichteten, habe die Polizei am Donnerstag gegen 21 Uhr einen Anruf aus dem Umfeld des Hauses erhalten. Der Anrufer habe gesagt: "Da gibt es Kindergeschrei und eine Frau, die rumschreit." Noch während dieses Telefonats habe ein Angehöriger, der vor Ort war, den Notruf getätigt und die Stürze gemeldet.

Demnach ereignete sich der Vorfall auf einer kleinen Brücke, die das Obergeschoss eines Mehrfamilienhaus mit einem Gartenhang verbindet. Die Brüstung sei mit einem Metallgeländer gesichert und befinde sich über einem Hinterhof ohne Rasen. Die Kinder hätten nach Polizeiangaben nicht alleine über die Balustrade gelangen können.

"Meine Frau hat die Kinder aus dem Haus geschmissen!"

Die 38-jährige Verdächtige war mit ihrem Lebensgefährten und den zwei Töchtern bei ihren Eltern in Saarbrücken zu Besuch. Zudem sollen weitere Angehörige vor Ort gewesen sein. Die Familie kommt aus dem hessischen Taunus.

Der Polizei zufolge gibt es Hinweise auf eine psychische Erkrankung der mutmaßlichen Täterin. Es müsse jedoch noch ermittelt werden, ob diese mit der Tat in Zusammenhang gebracht werden kann, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Frau wird des Mordes und des versuchten Mordes beschuldigt.

Ein Nachbar wurde Zeuge der Tat. "Ich kam raus, der Vater rannte auf mich zu und schrie: 'Meine Frau hat die Kinder aus dem Haus geschmissen!'", sagte er der "Bild".

"Ich bin bestürzt über die schrecklichen Ereignisse"

Der Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt nahm auf Twitter Anteil: "Ich bin bestürzt über die schrecklichen Ereignisse in unserer Stadt", schrieb er. Es sei unfassbar, dass ein dreijähriges Kind auf diese tragische Weise gestorben ist. Die Umstände müssten geklärt, für das überlebende Kind müsste alles getan werden, so der CDU-Politiker.

Hinweis: Hier finden Sie sofort und anonym Hilfe, falls Sie viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen.

Verwendete Quellen
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