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Fall Tanja Gräff: Ermittler gehen "Drachenhaus-Spur" nach

Fall Tanja Gräff  

Ermittler setzen auf "Drachenhaus-Spur"

30.05.2015, 11:14 Uhr | t-online.de, dpa

Fall Tanja Gräff: Ermittler gehen "Drachenhaus-Spur" nach. Tanja Gräff: Die Polizei legt besonderes Augenmerk auf die "Drachenhaus-Spur". (Quelle: dpa / Polizei)

Tanja Gräff: Die Polizei legt besonderes Augenmerk auf die "Drachenhaus-Spur". (Quelle: dpa / Polizei)

Vor rund drei Wochen entdeckten Ermittler an einem unwegsamen Hang in Trier das Skelett der seit Jahren vermissten Studentin Tanja Gräff. Noch immer sind in dem Fall fast alle Fragen offen. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen - eine davon könnte sich einem Medienbericht zufolge als heiße Spur herausstellen.

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Wie der "Trierische Volksfreund" schreibt, geht eine 20-köpfige Sonderkommission (Soko) bei der Aufarbeitung des Falls besonders der sogenannten "Drachenhaus-Spur" nach: Beim Drachenhaus handelt es sich um ein Gebäude zwischen dem Ort, an dem Tanja vermutlich herabstürzte und dem Bierstand, wo sie zuletzt gesehen worden war. Zeugen wollen die Frau auf dem Weg zur Felswand erkannt haben und gaben an, sie sei in Begleitung eines jungen, schwarz gekleideten Mannes gewesen. Die junge Frau habe nervös gewirkt.

Räumlicher Bezug zur Fundstelle

Solchen Spuren mit einem räumlichen Bezug zur Fundstelle des Skeletts messe man derzeit besondere Bedeutung bei, zitiert die Zeitung den Soko-Leiter Christian Soulier. Auch vom Anwalt der Familie Gräff werde die "Drachenhaus-Spur" als "interessant" eingeschätzt.

Wie das Blatt weiter berichtet, steht die Identität der im Stadtteil Pallien gefundenen sterblichen Überreste inzwischen zweifelsfrei fest. Das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung liegt allerdings noch nicht vor.

Die Knochen der jungen Frau waren am 11. Mai zufällig bei Rodungsarbeiten am Fuße einer steilen Felswand gefunden worden. Die 21-jährige Studentin war seit einem Fest an der nahe gelegenen Hochschule Trier im Juni 2007 vermisst worden.

Untersuchungen können dauern

Die Soko befragte unterdessen auch 50 Personen, die damals oder heute in dem Appartementhaus wohnten, in dessen Nähe die Leiche gefunden wurde. Kleidungsreste und persönliche Gegenstände, zu denen auch ein Handy gehört, werden von Experten untersucht. "Aufgrund der Beschaffenheit dieser Asservate können die Untersuchungen noch einige Zeit in Anspruch nehmen", sagte Soulier.

Zudem nehmen sich die Kripo-Beamten rund 900 Spuren vor, die bei vorherigen Ermittlungen zusammengetragen worden waren. Sie würden im Hinblick auf Erkenntnisse am Fundort erneut überprüft.

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