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RAF: Polizei fahndet mit neuen Bildern nach Staub, Garweg & Klette

Banküberfälle führten auf die Spur  

Polizei fahndet mit aktuellen Fotos nach RAF-Terroristen

18.05.2016, 18:46 Uhr | AFP

RAF: Polizei fahndet mit neuen Bildern nach Staub, Garweg & Klette. Ehemalige Mitglieder der Rote Armee Fraktion (RAF): Nach Burkhard Garweg (l.), Daniela Klette (Mitte) und Ernst-Volker Staub wird gefahndet. (Quelle: Landeskriminalamt Niedersachsen)

Ehemalige Mitglieder der Rote Armee Fraktion (RAF): Nach Burkhard Garweg (l.), Daniela Klette (Mitte) und Ernst-Volker Staub wird gefahndet. (Quelle: Landeskriminalamt Niedersachsen)

Die Polizei fahndet mit aktuellen Fotos nach den drei mutmaßlichen früheren RAF-Mitgliedern Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette. Sie zählen zur sogenannten dritten RAF-Generation. Für die Fahndung haben die Ermittler neues Bildmaterial gesichert.

Wie die Staatsanwaltschaft in Verden mitteilte, handelt es sich zum einen um eine aktuelle Aufnahme aus diesem Jahr, die Staub zeigen dürfte. Zum anderen geht es demnach um ein ebenfalls aktuelles Bild, auf dem Garweg zu sehen sein könnte.

Aus ermittlungstaktischen Gründen keine Details

Die Fahnder veröffentlichten die fraglichen Aufnahmen auf der Homepage des niedersächsischen Landeskriminalamts. Auf den Bildern, die nach ihrer Meinung sehr wahrscheinlich den 61-jährigen Staub zeigen, ist ein Mann mit ergrautem Kinn- und Oberlippenbart und Mütze sowie laut Ermittlern "ungepflegten Zähnen" gut zu erkennen.

Die mögliche Aufnahme von Garweg ist qualitativ schlechter und zeigt nur verschwommen einen Mann mit Brille und ebenfalls mit Mütze. Die Aufnahmen entstanden nach Angaben der Ermittler in diesem Jahr. Zu weiteren Einzelheiten, etwa dem Entstehungsort und dem genauen Datum, machten sie aus "ermittlungstaktischen Gründen" keinerlei Angaben.

Zeugen sollen nicht eigenmächtig handeln

Die Beamten bitten in dem Fahndungsaufruf auf Deutsch und Englisch um Hinweise auf den Aufenthaltsort der abgebildeten Verdächtigen, warnten aber vor eigenmächtigen Aktionen. Zeugen sollten nicht "eigenmächtig" an diese herantreten, weil die Gesuchten bewaffnet sein könnten.

Zeugen können sich an das Landeskriminalamt Niedersachsen unter der Telefonnummer 0511-26262 7400 oder jede andere Polizeidienststelle wenden.

Ex-Terroristen fielen aktuell durch Banküberfälle auf

Die drei mutmaßlichen früheren Terroristen der Roten Armee Fraktion (RAF) waren in den vergangenen Monaten durch Überfälle auf Geldtransporter in Stuhr bei Bremen sowie in Wolfsburg ins Visier der Fahnder geraten. Die Bundesanwaltschaft ermittelt seit den 90er Jahren gegen das Trio, das zur sogenannten dritten RAF-Generation gehört haben soll. Jahrelang war ese abgetaucht. Nach den Taten in Stuhr und Wolfsburg fanden sich aber DNA-Spuren.

Wegen des Überfalls auf einen mit rund einer Million Euro beladenen Geldtransporter in der kleinen Gemeinde Stuhr bei Bremen ermittelt die Verdener Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes und versuchten schweren Raubs. Einer der Täter hatte dabei mit einem Schnellfeuergewehr auf das Fahrzeug geschossen, verfehlte aber Fahrer und Beifahrer.

Täter waren sogar mit Panzerfaust bewaffnet

Die drei Täter waren außerdem mit einer Panzerfaust bewaffnet und setzten den Ermittlern zufolge zudem möglicherweise einen sogenannten "Jammer" ein, um das Mobilfunknetz zu stören. Mit den Taten wollten sie sich demnach wohl Geld für den Lebensunterhalt besorgen.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen die drei Verdächtigen unter anderem wegen der Beteiligung an einem Sprengstoffanschlag auf das im Bau befindliche Gefängnis von Weiterstadt in Hessen 1993. Klette soll auch an einem Anschlag auf die damalige Bonner US-Botschaft 1992 beteiligt gewesen sein. Die RAF hatte sich 1998 für aufgelöst erklärt.

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