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"El-Chapo"-Sohn entführt: Drogenkrieg zwischen Kartellen in Mexiko

Kampf zwischen Drogenkartellen  

"El-Chapo"-Sohn in Luxus-Restaurant entführt

18.08.2016, 07:13 Uhr | AP, dpa

"El-Chapo"-Sohn entführt: Drogenkrieg zwischen Kartellen in Mexiko. Jesús Alfredo Guzmán (re.) ist der Sohn des berüchtigten Drogenbosses "El Chapo" (li.). (Quelle: AP/dpa)

Jesús Alfredo Guzmán (re.) ist der Sohn des berüchtigten Drogenbosses "El Chapo" (li.). (Quelle: AP/dpa)

In Mexiko haben Unbekannte einen Sohn des Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán entführt. Der 29-jährige Jesús Alfredo Guzmán Salazar sei unter den sechs Männern, die aus einem Luxus-Restaurant im Badeort Puerto Vallarta verschleppt worden waren, bestätigte die Staatsanwaltschaft.

Staatsanwalt Eduardo Almaguer sagte, bei den Opfern handele es sich vermutlich um Mitglieder des Sinaloa-Kartells. "El Chapo" gilt als dessen Chef. Die Tat stünde offenbar im Zusammenhang mit Verteilungskämpfen in der Unterwelt. Zunächst war von bis zu zwölf Geiseln die Rede gewesen. Vermisstenanzeigen gingen bei den Behörden aber noch nicht ein. Auch Lösegeldforderungen habe es bislang nicht gegeben, hieß es.

Die Identitäten von vier der sechs verschleppten Männer konnten anhand von Indizien festgestellt werden, die am Tatort und in nahe dem Restaurant geparkten Fahrzeugen gefunden wurden. Einem weiteren Mann sei die Flucht gelungen, während neun Frauen von den Entführern zurückgelassen worden seien. Von ihnen fehle dennoch jede Spur, sagte Almaguer.

Kampf um Vormachtstellung

Die Entführer gehörten zu dem in dem Bundesstaat vorherrschenden Kartell Jalisco Nueva Generación, so Almaguer. Diese Organisation hat sich in dem Bundesstaat zur führenden kriminellen Macht entwickelt. In anderen Teilen Mexikos hat sie zuletzt gegen das mächtige Sinaloa-Kartell um die Vormachtstellung gekämpft.

"El Chapo" sitzt nach seiner erneuten Festnahme seit Anfang des Jahres im Gefängnis und soll in die USA ausgeliefert werden. Experten zufolge hatte sein anderer Sohn Ivan Archivaldo Guzmán nach der erneuten Festnahme seines Vaters im Januar die Kontrolle über Teile von dessen Geschäft übernommen.

Auch der nun entführte Jesús Alfredo Guzmán Salazar half nach Angaben des US-Finanzministeriums von 2012 seinem Vater ebenfalls beim Drogenhandel. 

Reiseveranstalter in Sorge

Derzeit suchen laut Almaguer staatliche und nationale Behörden, darunter auch Marineinfanteristen und Soldaten, nach den Entführern und ihren Opfern. Alle Entführten kämen aus den westlichen Staaten Sinaloa, Nayarit und Jalisco. Einige von ihnen hätten in Puerto Vallarta Urlaub gemacht.

Reiseanbieter dort versuchen jetzt ihre Gäste zu beruhigen und versichern, dass es sich bei den Entführungen um einen Sonderfall gehandelt habe.

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