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Ex-SPD-Politiker Linus Förster: Fast vier Jahre Haft vor Gericht


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Fast vier Jahre Haft für Ex-SPD-Politiker

Von afp, cwe

Aktualisiert am 29.09.2017Lesedauer: 2 Min.
Der Angeklagte Linus Förster (l) im Landgericht Augsburg (Bayern).
Der Angeklagte Linus Förster (l) im Landgericht Augsburg (Bayern). (Quelle: Stefan Puchner/dpa-bilder)
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Der frühere bayerische SPD-Politiker Linus Förster ist wegen sexuellen Missbrauchs zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Sein Anwalt kündigte an, eine Berufung zu prüfen.

Das Landgericht Augsburg verurteilte den früheren bayerischen SPD-Landtagsabgeordneten zu drei Jahren und zehn Monaten Haft. Förster habe sich unter anderem des schweren sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Frauen und der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen schuldig gemacht, urteilte das Gericht. Außerdem verurteilte es den ehemaligen Abgeordneten und SPD-Funktionär wegen Besitzes von Kinderpornografie.

Mit dem Urteil blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die vier Jahre und neun Monate Haft gefordert hatte, während die Verteidigung des geständigen früheren Politikers auf eine Höchststrafe von maximal drei Jahren Haft plädiert hatte.

Förster hatte zu Prozessbeginn ein weitgehendes Geständnis abgelegt. Er räumte ein, sich an zwei Frauen vergangen zu haben - die beiden Frauen zählten zu seinen Geliebten, er hatte mit ihnen auch einvernehmlichen Sex. Zur Zeit der Taten waren sie aber wegen Medikamenteneinnahme oder Alkoholkonsums widerstandsunfähig. Außerdem machte der ehemalige Politiker heimlich Videoaufnahmen vom Sex mit diesen und anderen Frauen.

Anwalt sorgt im Prozess für Aufreger

Richter Lenart Hoesch wertete das Geständnis Foersters als erheblich strafmildernd. Außerdem sei zu Gunsten des Schwaben zu bewerten gewesen, dass dessen narzisstische Persönlichkeit die Taten begünstigt habe. "Ganz erheblich" zu Gunsten Försters sei zu bewerten gewesen, dass er seine gesamte berufliche Existenz und Reputation verloren habe. Der ehemalige Politiker sei "erledigt".

Bei der Strafhöhe wirkte sich außerdem mildernd aus, dass Förster seinen Opfern als Täter-Opfer-Ausgleich Geld bezahlt hatte. Insgesamt zahlte er mehr als 30.000 Euro aus, nur eine der Frauen lehnte eine Zahlung ab.
Der Richter rügte Försters Verteidiger Walter Rubach, der gesagt hatte, im Fall einer als Opfer betroffenen Prostituierten habe Förster der Frau durch die Zahlung 25 Freier erspart. Hätte der Angeklagte dies selbst gesagt, wäre der Täter-Opfer-Ausgleich nicht anerkannt worden, sagte der Richter.

Verteidigung erwägt Revision

Der Verteidiger kündigte an, eine Revision gegen das Urteil ernstlich zu prüfen. Er habe die Beweisaufnahme anders gesehen als das Gericht, insbesondere habe das Gericht Tatabläufe anders beschrieben, als von Förster geschildert. Dagegen sagte der Rechtsanwalt einer als Hauptopfer geltenden Frau, die Nebenklage verzichte auf Revision - das Gericht habe mit dem Urteil "die goldene Mitte" getroffen.

Der seit Ende vergangenen Jahres in Untersuchungshaft sitzende Förster saß seit 2003 im Landtag und war in der bayerischen SPD im Landesvorstand und -präsidium. Er trat inzwischen aus der Partei aus.

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