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Ermittler sehen im Fall Hille Hinweise auf Mordserie


Ermittler sehen im Fall Hille Hinweise auf Mordserie

Von dpa
Aktualisiert am 15.03.2018Lesedauer: 2 Min.
Ermittler der Spurensicherung arbeiten auf einem Gehöft in Hille, Nordrhein-Westfalen: Obduktionen nach drittem Leichenfund geplant.Vergrößern des BildesErmittler der Spurensicherung arbeiten auf einem Gehöft in Hille, Nordrhein-Westfalen: Obduktionen nach drittem Leichenfund geplant. (Quelle: Stefanie Dullweber/dpa-bilder)
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Binnen einer Woche wurden insgesamt drei Leichen im ostwestfälischen Hille gefunden. Ein 51-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft. Ermittler haben zwei benachbarte Höfe intensiv abgesucht.

Nach dem Fund von drei Leichen auf benachbarten Höfen im ostwestfälischen Hille steht der Verdacht einer Mordserie im Raum. Wichtige Hinweise erhoffen sich die Ermittler von der Obduktion der zwei Toten, die am Mittwoch auf dem Grundstück des 51-jährigen Jörg W. gefunden wurden.

Der Tatverdächtige hatte nach dem Fund einer ersten Leiche in der vergangenen Woche bereits gestanden, einen 30-Jährigen aus dem niedersächsischen Stadthagen mit einem Hammer erschlagen zu haben. Bei den Ermittlungen fanden die Beamten heraus, dass noch zwei weitere Bekannte von Jörg W. seit Monaten vermisst werden. Die Obduktion am späten Donnerstagnachmittag soll nun klären, ob es sich bei den beiden nun gefundenen Toten um die verschwundenen 71 und 65 Jahre alten Männer aus Hille handelt. Hinweise auf mögliche weitere Todesopfer liegen den Behörden nach eigenen Angaben nicht vor.

Sickergruben und Teile der Kanalisation abgepumpt

Die Polizei hat nach dem Fund der ersten Leiche jeden Stein auf den beiden benachbarten Höfen umgedreht und dabei auch Hilfe von Spürhunden, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk in Anspruch genommen. "Es wurde viel umgegraben, es wurden Erdhügel abgetragen und Misthaufen", sagte eine Sprecherin der Bielefelder Polizei. Außerdem seien ein Teich, Sickergruben und Teile der Kanalisation der beiden Höfe abgepumpt worden. Dabei fanden die Ermittler die beiden weiteren vergrabenen Leichen. Ein Toter sei etwa einen Meter tief im Boden vergraben gewesen, teilten die Ermittler mit.

Am Donnerstagmorgen waren keine Ermittler mehr auf den Höfen zu sehen. "Wir stellen jetzt die Suchmaßnahmen ein", sagte die Polizeisprecherin. Sollte es neue Hinweise geben, würden die Ermittler zu den Höfen zurückkehren. Sie haben Gebäude versiegelt und auf Teilen der Grundstücke Absperrband befestigt.

Ehefrau nicht tatverdächtig

Jörg W. ist nach seiner Festnahme im oberbayerischen Reit im Winkl noch nicht nach Nordrhein-Westfalen überstellt worden. Beamte der Bielefelder Mordkommission hätten den 51-jährigen in Bayern vernommen, sagte die Polizeisprecherin. Dabei hatte der Deutsche gestanden, den 30-Jährigen mit einem Hammer erschlagen zu haben. Der mutmaßliche Täter und das Opfer standen nach den bisherigen Erkenntnissen in einer Geschäftsbeziehung zueinander.

Die Ehefrau von Jörg W., die mit ihm auf dem Hof in Hille lebt, sei nicht tatverdächtig, teilten die Ermittler mit.

Verwendete Quellen
  • dpa
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