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Großrazzia: Polizei gelingt Schlag gegen Miri-Clan im Ruhrgebiet

Clan-Kriminalität in NRW und Sachsen  

Weitere Großrazzia gegen Organisiertes Verbrechen

23.10.2018, 15:41 Uhr | dpa, AFP

Großrazzia: Polizei gelingt Schlag gegen Miri-Clan im Ruhrgebiet. Polizisten bei einer Großrazzia gegen Clankriminalität am Wochenende in Marl: Vor allem im Ruhrgebiet kommt es seit einiger Zeit häufig zu Einsätzen gegen Organisierte Kriminalität. (Quelle: dpa/Archivbild/Polizei Recklinghausen)

Polizisten bei einer Großrazzia gegen Clankriminalität am Wochenende in Marl: Vor allem im Ruhrgebiet kommt es seit einiger Zeit häufig zu Einsätzen gegen Organisierte Kriminalität. (Quelle: Archivbild/Polizei Recklinghausen/dpa)

Die Polizei in NRW landet einen weiteren Treffer gegen Organisierte Kriminalität: Bei groß angelegten Razzien konnten mehrere Menschen festgenommen werden.

Im Ruhrgebiet ist die Polizei am Dienstagmorgen erneut mit einem Großaufgebot gegen die Organisierte Kriminalität vorgegangen. Bei einer Razzia in Bochum, Herne, Essen sowie in Sachsen verhafteten Beamte am Dienstag vier Brüder, die als Angehörige des Miri-Clans bandenmäßigen Drogenhandel betrieben haben sollen. Mehr als zehn Objekte – Wohnungen und Lokale – seien durchsucht worden, teilte ein Sprecher der Polizei in Bochum mit. Da es Hinweise auf eine Bewaffnung von Verdächtigen gab, waren Spezialeinsatzkommandos am Einsatz beteiligt.

Die Razzia richtete sich den Angaben zufolge gegen einen Arm des laut Medienberichten libanesisch-arabischen Miri-Clans in Bochum, der demnach über weitreichende kriminelle Verbindungen innerhalb Deutschlands verfügt. Bei den Verhafteten handelt es sich um drei in Bochum lebende Brüder im Alter von 22, 28 und 30 Jahren sowie das 32-jährige "Familienoberhaupt", das im sächsischen Auerbach festgenommen wurde.

Schmuggel und Handel von Kokain und Marihuana

Die vier Brüder soll gewerbs- und bandenmäßig Kokain und Marihuana eingeschmuggelt und mit den Drogen gehandelt haben. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft machte der Bochumer Miri-Ableger schon seit längerer Zeit durch Drogengeschäfte und Gewaltdelikte auf sich aufmerksam. Wiederholt waren dabei den Ermittlern ein Bochumer Kiosk und eine in der Nähe gelegene Shishabar Anlaufpunkt und Anbahnungsort für Drogengeschäfte.

Zuletzt kamen die Ermittler nach eigenen Angaben dem Schmuggel von fünf Kilogramm Marihuana auf die Spur, das für Abnehmer in Sachsen bestimmt gewesen sein soll und beschlagnahmt wurde. Auch Kokain in nicht geringer Menge wurde demnach in das Absatzgebiet des ältesten und vierten Bruders der Familie transportiert. Daneben soll die Bande einen schwunghaften Drogenhandel mit im Raum Bochum betrieben haben.

Polizei und Justiz haben ihre Einsätze gegen kriminelle Clans und organisierte Kriminalität vor allem im Ruhrgebiet seit einiger Zeit erheblich ausgeweitet. Immer wieder gibt es großangelegte Razzien gegen Clans libanesisch-arabischen Ursprungs. Erst am Wochenende war die Polizei mit einer Großrazzia in Sisha- und Sportsbars in Marl gegen Clankriminalität vorgegangen.

Verwendete Quellen:
  • dpa, AFP

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