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HomePanoramaKriminalität

Chicago: Tödliche Schüsse auf jungen Schwarzen – US-Polizisten entlassen


Fall löste Proteste aus
Junger Schwarzer erschossen – US-Polizisten entlassen

Von dpa
19.07.2019Lesedauer: 1 Min.
Laquan McDonald (l.) und der verurteilte Polizist: Vier weitere Chicagoer Polizisten sind nun entlassen worden. (Archivbild)Vergrößern des BildesLaquan McDonald (l.) und der verurteilte Polizist: Vier weitere Chicagoer Polizisten sind nun entlassen worden. (Archivbild) (Quelle: Family Photo, Cook County Sheriff's Office/ap-bilder)
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Der Mord an Laquan McDonald durch einen Polizisten löste in Chicago Proteste aus, der Beamte wurde später verurteilt. Nun müssen auch vier seiner Kollegen Konsequenzen aus dem Fall ziehen.

Knapp fünf Jahre nach tödlichen Polizeischüssen auf den Afroamerikaner Laquan McDonald hat die Polizei in Chicago vier Beamte in Verbindung mit dem Fall entlassen. Das Polizeipräsidium wirft ihnen Pflichtverletzung und Vertuschung vor, wie US-Medien am Donnerstag (Ortszeit) berichteten.

Drei der Polizisten hätten die "angebliche Bedrohung", die der Schwarze dargestellt habe, in ihren Aussagen zu dem Vorfall übertrieben, hieß es. Damit hätten sie die Schüsse rechtfertigen und den Todesschützen decken wollen. Ihr Vorgesetzter habe die Aussagen anschließend nicht ausreichend überprüft.

Opfer trafen 16 Kugeln

Der damals 17-jährige Afroamerikaner Laquan McDonald wurde im Oktober 2014 von 16 Polizeikugeln getroffen. Lediglich zwei trafen ihn im Stehen. Ein Polizist schoss weiter auf ihn, als McDonald schon am Boden lag. Nach einer ersten Darstellung seiner Kollegen war der Schwarze zuvor mit einem Messer auf ihn losgegangen – in einem 2015 veröffentlichten Video von der Tat ist zu sehen, dass er das eindeutig nicht tat.


Die Veröffentlichung des Videos hatte zu Protesten und der Entlassung von Polizeichef Garry McCarthy geführt. Der Polizist Jason Van Dyke, der die tödlichen Schüsse abfeuerte, wurde im Oktober 2018 in einem spektakulären Prozess wegen Mordes im Dienst verurteilt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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