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Missbrauchsfall Münster – Polizei reißt Gartenlaube ab: "Jeden Stein umdrehen"

"Werden jeden Stein umdrehen"  

Missbrauchsfall in Münster: Polizei reißt Gartenlaube ab

13.06.2020, 20:09 Uhr | dpa, sth

Polizei nimmt Gartenlaube auseinander

Am Samstag wurde in Münster damit begonnen, eine Gartenlaube stufenweise abzubauen. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Gebäude mit dem Missbrauchsfall von Münster im Zusammenhang steht. (Quelle: Reuters)

"Intensive Spurensuche und Sicherung": Ermittler haben damit begonnen eine Gartenlaube im Zusammenhang mit einem Missbrauchsfall in Münster abzubauen. (Quelle: Reuters)


Der Missbrauchsfall von Münster hat bundesweit Entsetzen ausgelöst. Nun will die Polizei "jeden Stein und jedes Brett" umdrehen. Am Samstag wurde eine Gartenlaube demontiert.  

Im Missbrauchsfall von Münster haben Polizei und Technisches Hilfswerk am Samstag mit dem Abriss einer Gartenlaube begonnen. In der Laube sollen mehrere Männer stundenlang zwei Jungen sexuell missbraucht haben.

"Wir haben aber nichts gefunden", sagte ein Polizeisprecher am Abend. Die Beamten suchten nach möglicherweise versteckten Datenträgern. "Wir wollten sichergehen, dass wir auch Verstecke finden, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind."

Einsatz in Münster: Ein Drohnenbild zeigt den Abriss der Gartenlaube des Verdächtigen im Missbrauchsfall. (Quelle: dpa/Guido Kirchner)Einsatz in Münster: Ein Drohnenbild zeigt den Abriss der Gartenlaube des Verdächtigen im Missbrauchsfall. (Quelle: Guido Kirchner/dpa)

Bereits am Freitag hatten zwei Datenspeicherspürhunde das Grundstück ohne Ergebnis durchsucht. In der Laube sollen mehrere Männer stundenlang zwei Jungen sexuell missbraucht haben. Sie gehört der ebenfalls inhaftierten Mutter des 27 Jahre alten Hauptverdächtigen.

In dem Fall hat die Polizei bisher elf Verdächtige festgenommen, von denen sieben in Untersuchungshaft sitzen. Sie kommen aus Hessen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

So sucht die Polizei nach Hinweisen

Mit dem Abriss der Laube suchten die Beamten nun nach weiteren Hinweisen. Ermittlungsleiter Joachim Poll sagte vor der Untersuchung: "Wir werden hier jeden Stein und jedes Brett umdrehen, damit wir wirklich nichts übersehen." Bei dem Abbruch setzte die Polizei laut eigener Aussage kein schweres Gerät ein, damit nichts zerstört wird.

Abriss der Gartenlaube: Mitarbeiter vom Technischen Hilfswerk bauen einen Anbau ab. In der Laube des Kleingartenvereins sollen mehrere Männer zwei Jungen schwer missbraucht haben. (Quelle: dpa/Guido Kirchner)Abriss der Gartenlaube: Mitarbeiter vom Technischen Hilfswerk bauen einen Anbau ab. In der Laube des Kleingartenvereins sollen mehrere Männer zwei Jungen schwer missbraucht haben. (Quelle: Guido Kirchner/dpa)

Bei der Aktion am Samstag gruben THW-Mitarbeiter zunächst Erde aus einem Gartenbeet ab und füllten sie in Säcke. Anschließend begannen sie mit dem Abbau einer kleinen Holzhütte, ehe das Laubenhäuschen vom Dach abwärts demontiert werden sollte, wie die Polizeisprecherin sagte.

Der Fall des schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder in Münster war vor einer Woche bekanntgeworden. Die Kleingartenanlage steht als einer von zwei Tatorten fest.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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