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Schweiz: Mädchen aus Frankreich gefunden – Mutter hatte Entführung beauftragt

Mutter in Gewahrsam  

Entführtes Mädchen aus Frankreich in der Schweiz gefunden

18.04.2021, 17:01 Uhr | dpa

Schweiz: Mädchen aus Frankreich gefunden – Mutter hatte Entführung beauftragt. Ein Stadtbild im Kanton Waadt in der Schweiz: In dieser Region wurde das entführte Mädchen aus Frankreich gefunden. (Quelle: imago images)

Ein Stadtbild im Kanton Waadt in der Schweiz: In dieser Region wurde das entführte Mädchen aus Frankreich gefunden. (Quelle: imago images)

In Frankreich ist am Dienstag ein Mädchen entführt worden. Nun ist die Achtjährige in der Schweiz aufgetaucht – gemeinsam mit ihrer Mutter, die die Entführung in Auftrag gegeben haben soll.

Die nahe der deutschen Grenze entführte achtjährige Mia ist zusammen mit ihrer Mutter in der frankophonen Schweiz gefunden worden. Man habe sie in einem besetzten Haus in der Gemeinde Sainte-Croix im Kanton Waadt entdeckt, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Sonntag unter Berufung auf den Staatsanwalt von Nancy, François Pérain. Demnach hatten an der Suche und den Ermittlungen rund 200 Sicherheitskräfte mitgewirkt.

Das Mädchen war am Dienstag von drei Männern in den Vogesen im Dorf Poulières entführt worden, wo es sich bei seiner Großmutter aufgehalten hatte. Die Mutter des Mädchens, die das Kind nicht mehr alleine sehen durfte, soll die Entführung in Auftrag gegeben haben.

Mutter in Gewahrsam genommen

Das Mädchen sei bei guter Gesundheit und könne wieder zu seiner Großmutter zurückkehren, zitierte AFP den Staatsanwalt weiter. Die 28-jährige Mutter sei von den Schweizer Behörden in Gewahrsam genommen worden. Auf Schweizer Seite sei auch eine weitere Person festgenommen worden.

In dem Fall wurden in Frankreich seit Dienstag fünf Verdächtige in Polizeigewahrsam genommen, drei davon sollen sich gegenüber der Großmutter als Beamte des Jugendamts ausgegeben haben, die beiden anderen sollen bei der Vorbereitung und Übergabe mitgewirkt haben. Behörden zufolge hatte die Mutter "am Rande der Gesellschaft" leben wollen und nicht gewollt, dass sich jemand in ihr Leben oder das ihrer Tochter einmische.

Den Ermittlern zufolge sind die Verdächtigen nicht vorbestraft, aber bereits im Visier der Anti-Terrorstaatsanwaltschaft gewesen. Im Haus eines Mannes seien Materialien entdeckt worden, mit denen wahrscheinlich Sprengstoff hergestellt werden könne. Die Männer sollen Medienberichten zufolge der Bewegung der Survivalists oder Prepper nahestehen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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