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"Sex-Kult"-Gründer Keith Raniere muss Millionenstrafe an Opfer zahlen

Urteil in den USA  

"Sex-Kult"-Gründer muss Millionenstrafe an Opfer zahlen

21.07.2021, 18:10 Uhr | dpa

"Sex-Kult"-Gründer Keith Raniere muss Millionenstrafe an Opfer zahlen. Die Gerichtszeichnung zeigt Keith Raniere (M.) 2019 vor Gericht: "Verursacher psychischer Folter". (Quelle: dpa/Elizabeth Williams)

Die Gerichtszeichnung zeigt Keith Raniere (M.) 2019 vor Gericht: "Verursacher psychischer Folter". (Quelle: Elizabeth Williams/dpa)

Getarnt als Selbsthilfegruppe lockte Keith Raniere in den 90er-Jahren Tausende Frauen in seine Organisation. Manchen Opfern brannte er seine Initialen ein. Neben einer Haftstrafe muss er nun noch eine hohe Summe zahlen.

Der Gründer eines New Yorker "Sex-Kults" muss seinen Opfern mehr als 3,4 Millionen Dollar zahlen. Das legte ein Gericht im Stadtteil Brooklyn fest, wie US-Medien berichten. Der 60-jährige Keith Raniere war im Oktober 2020 wegen Sex-Handels, sexueller Ausbeutung und Betrugs zu 120 Jahren Haft verurteilt worden. Er habe an der Verhandlung per Video aus einer Haftanstalt im Bundesstaat Arizona teilgenommen, hieß es.

Die Strafzahlung in Höhe von umgerechnet etwa 2,9 Millionen Euro richte sich an 21 Betroffene, entschied Bezirksrichter Nicholas Garaufis demnach. Die größte Summe (etwa 430.000 Euro) erhielt nach Angaben der "New York Times" eine Frau, die von Raniere als damals 15-Jährige sexuell missbraucht worden war.

"Verursacher psychischer Folter"

Einige der Opfer seien mit Ranieres Initialen gebrandmarkt worden – ihnen stehe nun eine Summe von etwa 2.100 Euro zu, um die Male zu entfernen, hieß es. Außerdem sollten die Kosten für vergangene und zukünftige psychologische Behandlungen gedeckt werden. Raniere sei ein "Verursacher psychischer Folter", zitierte der Sender CNN den Richter.

Raniere hatte Ende der 90er-Jahre die Organisation Nxivm mit Hauptsitz nahe Albany im US-Bundesstaat New York gegründet, die offiziell als Selbsthilfegruppe vermarktet wurde. Frauen sollen dort sexuell missbraucht worden sein. Rund 18.000 Menschen haben Medienberichten zufolge die teuren "Selbstoptimierungs-Kurse" der Organisation besucht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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