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Volkmarsen: Attacke auf Rosenmontagszug – lebenslange Haft gefordert

88 Verletzte in Volkmarsen  

Attacke auf Rosenmontagszug – lebenslange Haft gefordert

02.12.2021, 14:14 Uhr | dpa

Volkmarsen: Attacke auf Rosenmontagszug – lebenslange Haft gefordert. Attacke in Volkmarsen: 88 Menschen wurden verletzt. (Quelle: imago images/Xinhua)

Attacke in Volkmarsen: 88 Menschen wurden verletzt. (Quelle: Xinhua/imago images)

Ihm wird 88-facher versuchter Mord vorgeworfen: Im Prozess um die Attacke auf einen Rosenmontagszug in Hessen droht dem Angeklagten eine lebenslange Gefängnisstrafe. 

In dem Prozess um die Autoattacke auf den Rosenmontagsumzug im nordhessischen Volkmarsen hat die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Kassel am Donnerstag eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten mit dem Vorbehalt anschließender Sicherungsverwahrung gefordert.

Zudem sei die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Dem heute 31-Jährigen wird vorgeworfen, am 24. Februar 2020 mit seinem Wagen absichtlich in den Karnevalsumzug gefahren zu sein und dabei mindestens 88 Menschen, darunter 27 Kinder, teilweise schwer verletzt zu haben.

Der Angeklagte: Er soll vorsätzlich gehandelt haben. (Quelle: imago images/Xinhua)Der Angeklagte: Er soll vorsätzlich gehandelt haben. (Quelle: Xinhua/imago images)

Tat war geplant

Bei zwei Opfern bestand laut Staatsanwaltschaft zeitweise Lebensgefahr. Der Mann muss sich wegen 88-fachen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung, in einem Fall wegen versuchten Mordes sowie wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten.

Es sei in den vorangegangenen 24 Verhandlungstagen zweifelsfrei nachgewiesen worden, dass der Angeklagte die Tat vorsätzlich, gezielt und geplant begangen habe, um Menschen zu töten oder zu verletzen, sagte Staatsanwältin Melike Aydogdu. Eine Strafmilderung schloss Staatsanwalt Tobias Wipplinger aus. Der Angeklagte habe heimtückisch, gemeingefährlich und aus niedrigen Beweggründen gehandelt.

"Ein technischer Defekt am Auto ist ebenso auszuschließen wie ein medizinischer Grund beim Angeklagten", führte Wipplinger aus. "Er hat die Tat geordnet, gezielt und man kann fast sagen gelassen vorbereitet." Der Angeklagte habe sich aufgrund seiner desolaten Lebenssituation geprägt durch Arbeitslosigkeit, finanzielle Probleme, soziale Isolation und Frustration an der Menschheit rächen wollen. Er sei voll schuldfähig. "Es handelt sich bei der Tat um ein Attentat aus einer ganz bösen, gegen die Menschen und die Gesellschaft gerichteten Gesinnung heraus", sagte Wipplinger.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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