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Falsche Krebsdiagnose: Vermeintlich Todgeweihter verprasst sein Vermögen

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Vermeintlich Todgeweihter verprasst sein Vermögen

21.06.2012, 12:49 Uhr | bew, t-online.de

Falsche Krebsdiagnose: Vermeintlich Todgeweihter verprasst sein Vermögen. Traumwelt der Fidschi-Inseln: Hier erlebte ein Neuseeländer eine ganz besondere Überraschung. (Quelle: imago)

Traumwelt der Fidschi-Inseln: Hier erlebte ein Neuseeländer eine ganz besondere Überraschung. (Quelle: imago)

Was würden Sie tun, wenn Sie nur noch kurze Zeit zu leben haben? Womöglich dasselbe was Frank (69) tat: Er verprasste sein gesamtes Vermögen. Als dem Neuseeländer zum zweiten Mal die Diagnose Krebs gestellt wurde, war er es leid gegen die Krankheit zu kämpfen. Frank verscherbelte Firma und Haus, um mit seiner Frau Wilma noch ein bisschen Luxus zu genießen. Doch dann stellt sich heraus: Frank wird nicht sterben.

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Schon bei seiner ersten Krebserkrankung wurde dem 69-Jährigen ein Teil seiner Lunge entfernt. Die folgende Chemotherapie bereitete Frank starke Schmerzen in der Brust, teils so stark, dass ihm das Atmen schwer fiel.

Bei einer Routinekontrolle im Mai 2010 bekommt Frank die ernüchternde Nachricht, dass der Krebs zurück ist und sein Herz angegriffen hat. Die Ärzte geben ihm nur noch wenige Monate zu leben. Er hat nichts mehr zu verlieren.

Firma geschlossen, Haus verkauft

Frank, der in Auckland einen Heimwerkerladen besitzt, verschenkt alles: Werkzeuge, Angelausrüstung, sein Quad-Motorrad, Kleidung, Hausrat. Er verkauft sein Wohnhaus mit einem Verlust von 70.000 NZ-Dollar, kündigt seine Krankenversicherung. Er beginnt wieder mit dem Rauchen, trinkt Kaffee - damit musste er nach der ersten Diagnose aufhören. Jetzt ist alles egal. Hauptsache, er könnte mit seiner Frau Wilma die letzten gemeinsamen Wochen genießen.

Innerhalb von zehn Tagen verprasst das Paar allein 30.000 Dollar für einen Luxusurlaub auf den Fidschi-Inseln: Fünf-Sterne-Hotel, Gourmetessen, Tagesausflüge inklusive. "Wir hatten eine gute Zeit", sagt Ehefrau Wilma der Zeitung "New Zealand Herald". Die horrenden Kosten sollte nach seinem Tod die Lebensversicherung decken.

Auf ihrem Heimweg legt das Paar einen Zwischenstopp in Australien ein. Frank will sich noch von seiner Tochter und seinen beiden Enkeln verabschieden. Dann, zurück zuhause, wartet er von Tag zu Tag auf seinen Tod.

"Ich hätte mich umgebracht"

"Wäre der Schmerz zu stark geworden, dann hätte ich mich umgebracht", sagt Frank der Zeitung. "Doch der Schmerz kam nicht. Jeder war überrascht, dass ich noch lebte." Er fühlt sich gesund. Die Beschwerden, die ihm die Ärzte vorhersagten, kommen nicht.

23 Monate nach der erschütternden Prognose kommt die Wende: Der Hospiz-Pfleger erscheint zur monatlichen Visite und verkündet die Neuigkeit. "Ich komme heute zum letzten Mal." Frank versteht nicht. "Nun, Sie haben keinen Krebs. Wussten Sie das nicht?", fragt der Pfleger. Eine weitere Untersuchung im Dezember 2011 offenbart den Fehler. Um sein Herz gibt es lediglich eine große Flüssigkeitsansammlung - welche die Ärzte für einen neuen Tumor hielten.

Das Krankenhaus bedauert die falsche Diagnose: Der schlechte Gesundheitszustand und die Untersuchungsergebnisse ließ die Mediziner wenig daran zweifeln, "dass der Lungenkrebs zurückgekehrt ist", erklärt der behandelnde Arzt Rob Armstrong vom Hawke's Bay Hospital. "Zum Glück haben wir uns diesmal geirrt."

Ehepaar drücken horrende Schulden

Auch wenn Frank und Wilma damit weitere gemeinsame Lebenszeit geschenkt wurde: vollends erleichtert ist das Paar nicht. Sie haben das Vertrauen in die Medizin verloren. Zudem haben sie horrende Schulden: "Wir sind pleite", so Frank. Sie haben Klage gegen das Krankhaus eingereicht und lassen ihren Fall von der neuseeländischen Gesundheitskommission prüfen.

Für einen Fehler hält Wilma die Entscheidung dennoch nicht - und fragt: "Was hätten Sie in dieser Situation gemacht?"

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