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Verschwundene Journalistin: Polizei findet weiblichen Torso


U-Boot-Fall wird immer rätselhafter

Von afp
22.08.2017Lesedauer: 1 Min.
In den Gewässern vor der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ist am Montag die Leiche einer Frau geborgen worden.Vergrößern des BildesIn den Gewässern vor der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ist am Montag die Leiche einer Frau geborgen worden. (Quelle: Kenneth Meyer/Ritzau/ap-bilder)
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Die dänische Polizei hat auf der Suche nach der offenbar toten schwedischen Journalistin Kim Wall einen weiblichen Torso gefunden.

Dieser sei nahe der Köge-Bucht südlich von Kopenhagen entdeckt worden, sagte Kopenhagens Polizeichef Jens Möller Jensen am Montagabend bei einer Pressekonferenz. "Wenn ich Torso sage, ist das ein Körper ohne Kopf, Arme und Beine", fügte er hinzu.

Es sei allerdings noch zu früh, um sagen zu können, ob es sich um den Torso von Kim Wall handele. Die Fundstelle befand sich nahe der Köge-Bucht, wo zuletzt nach der Journalistin gesucht worden war.

Unklarheit um Schicksal der Journalistin

Zuletzt hatte es Verwirrung um das Schicksal der 30-Jährigen gegeben. Wall wurde zuletzt gesehen, als sie am 10. August mit dem Tüftler Peter Madsen an Bord von dessen U-Boot "Nautilus" ging. Am selben Tag verschwand das selbsgebaute U-Boot.

Die dänischen Streitkräfte starteten eine Suchaktion und orteten das Boot schließlich rund 50 Kilometer südlich der dänischen Hauptstadt. Bootsbauer Madsen wurde gerettet, das U-Boot sank. Nach Überzeugung der Ermittler hatte Madsen es absichtlich versenkt.

Madsen hatte zunächst ausgesagt, er habe die 30-jährige Journalistin auf der Insel Refshaleöen bei Kopenhagen abgesetzt. Später gab er laut Polizei an, die Frau sei bei einem Unfall an Bord des U-Boots gestorben. Er habe die Leiche der Journalistin nach dem Unglück in der Köge-Bucht über Bord geworfen. Madsen steht unter dem Verdacht der fahrlässigen Tötung.

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