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BVG-Turnschuh: Sneakerverkauf sorgt für Ärger bei Kunden

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Hype um BVG-Sneaker  

Wut und Freude wegen Berliner Fahrkarten-Turnschuh

16.01.2018, 20:55 Uhr | Lars Wienand

BVG-Turnschuh: Sneakerverkauf sorgt für Ärger bei Kunden. Es ging um Sneaker mit Fahrschein: Weil der Bürgersteig blockiert war und die Stimmung aggressiver wurde, kam die Polizei.  (Quelle: Lars Wienand)

Es ging um Sneaker mit Fahrschein: Weil der Bürgersteig blockiert war und die Stimmung aggressiver wurde, kam die Polizei. (Quelle: Lars Wienand)

Die Polizei muss anrücken, wütende Kunden skandieren "Adiunfair", während die Glücklichen sich freuen: Die Schuhe im Look der U-Bahn-Sitzbezüge lösen Wirbel aus.

Der Verkauf von 500 Sneakers mit eingebautem Fahrschein hat in Berlin Ärger bei Kunden ausgelöst. Ein Adidas-Laden im Stadtteil Mitte öffnete erst mit fast einer Stunde Verspätung. Wartende, die seit dem frühen Morgen ausgeharrt hatten, sprachen von abgekartetem Spiel, zwischendurch gab es "Adiunfair"-Sprechchöre. Weil der Gehweg kaum noch zu nutzen war und um die Lage zu beruhigen, rückte auch die Polizei an.

Auch an der zweiten Verkaufsstelle, einem Laden in Kreuzberg, war die Polizei vor Ort. Dort war der Unmut allerdings nicht so groß. Wartende hatten durchgehend vor dem Laden campiert, deshalb war die Reihenfolge ersichtlich. An dem Adidas-Store Laden in Mitte waren Interessierte am Morgen in aller Frühe gekommen und hatten sich angestellt – ohne zu wissen, dass auf einer Liste bereits mehr Menschen standen, als Schuhe zu verkaufen waren. 

Wer zu Kontrollzeiten nicht da war, wurde gestrichen

Der 25-jährige Ali Sara war in dem Laden am Donnerstagmorgen der erste Interessierte gewesen, der sich gemeldet hatte. Ihm war dann die Aufgabe übertragen worden, die Liste mit den weiteren Interessierten zu führen. Die hatten sich in Abständen von wenigen Stunden immer wieder melden müssen, wenn sie nicht  gestrichen werden wollten. "So läuft das beim Release von Schuhen häufiger", sagte ein übermüdeter Sara am Hintereingang des Ladens, wo er Kunden gemäß seiner Sammlung von Namen in den Laden ließ. "Schade für die, die das nicht wissen." Mit diesen Schuhen sei vielleicht eine Zielgruppe angesprochen worden, die mit dem Verfahren nicht vertraut sei, mutmaßt er. 

Diese Leute empörten sich am eigentlichen Eingang, der auch zwei Stunden nach dem vorgesehenen Verkaufsstart noch verschlossenen war. "Ich stehe seit fünf Uhr hier, ich hatte keine Ahnung von irgendwelchen ominösen Listen", sagt ein Mann. "Und ich war auch am Donnerstagabend schon mal hier, da waren da 20 Leute. Das ist doch ein abgekartetes Spiel." Er wollte weiter warten: "Wenn die mich dann rein lassen und es gibt keine Schuhe mehr, kotze ich denen wenigstens in Geschäft."

Käufer bekamen sofort Angebote für Schuhe

Die auf 500 Stück limitierten Schuhe zum Verkaufspreis von 180 Euro sind begehrte Sammlerstücke. Auf Ebay wurden sie schon vor Verkaufsstart für 600 Euro angeboten. Auch glückliche Käufer erhielten noch vor dem Laden Angebote über ein Vielfaches des Preises. Die Schuhe gelten bis Ende 2018 als Fahrkarte in sämtlichen Berliner U-Bahnen, Straßenbahnen, Bussen und Fähren – allerdings nur, wenn sie am Fuß getragen werden.

Diese Frage stellt sich nicht für BVG-Azubi Nico Triebel (21), der in BVG-Dienstuniform, mit Krawatte und Socken im BVG-Muster in den Laden gekommen war und ein Paar ergattert hatte. "Ich war am Donnerstag um 15 Uhr zum ersten Mal hier und Nummer 37 auf der Liste." 

Er möge einfach das Muster sehr, "und zur BVG wollte ich, seit ich sieben bin", erklärte er. Die Verkehrsgesellschaft dürfte über die PR frohlocken, Adidas über die verärgerten Kunden vor dem Laden eher weniger. 

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