Sie sind hier: Home > Panorama > Menschen >

Großbritannien: Schwerkranker Alfie Evans darf nicht ausgeflogen werden

...

Eltern bitten Papst um Hilfe  

Schwerkranker kleiner Junge darf nicht ausgeflogen werden

24.04.2018, 23:33 Uhr | dpa

Großbritannien: Schwerkranker Alfie Evans darf nicht ausgeflogen werden. Der schwerkranke Junge Alfie Evans in der Armen seiner Mutter: Alfie Evans leidet an einer nicht klar diagnostizierten neurologischen Erkrankung und wurde durch Maschinen am Leben gehalten. Lange gingen seine Eltern vergeblich gegen das Abstellen der Maschinen vor. Jetzt atmet er ohne Hilfe weiter. (Quelle: AP/dpa/Alfies Army Official)

Der schwerkranke Junge Alfie Evans in der Armen seiner Mutter: Alfie Evans leidet an einer nicht klar diagnostizierten neurologischen Erkrankung und wurde durch Maschinen am Leben gehalten. (Quelle: Alfies Army Official/AP/dpa)

Die Eltern von Alfie Evans haben ihren erbitterten Kampf mit dem britischen Staat verloren. Das Kind wird nicht in Italien behandelt werden. Jetzt geht es um eine letzte Hoffnung.

Seine Eltern haben monatelang verzweifelt gekämpft, der Papst hat sich für ihn ausgesprochen, sogar ein Flugzeug stand bereit - alles vergebens. Der schwerkranke kleine Junge Alfie Evans darf seine britische Heimat nicht für eine medizinische Behandlung verlassen. Das hat ein Gericht in Manchester entschieden. Laut der britischen Nachrichtenagentur PA wies ein Richter einen entsprechenden Antrag der Eltern am Dienstagabend ab.

Tom Evans, Vater eines schwerkranken Kindes, vor dem Alder Hey Hospital in Liverpool: "Er hat mehr als neun Stunden ohne fremde Hilfe geatmet!" (Quelle: AP/dpa/Peter Byrne)Tom Evans, Vater eines schwerkranken Kindes, vor dem Alder Hey Hospital in Liverpool: "Er hat mehr als neun Stunden ohne fremde Hilfe geatmet!" (Quelle: Peter Byrne/AP/dpa)

Das Kind darf damit nicht nach Italien ausgeflogen werden. "Dies ist das letzte Kapitel im Fall dieses außergewöhnlichen kleinen Jungen", zitierten die BBC und die Zeitung "Guardian" den Richter. Laut dem "Guardian" brachte das Gericht zugleich die Möglichkeit ins Spiel, das Kind in ein Hospiz zu begleiten oder "für seine letzten Tage oder Stunden" nach Hause zu holen. Die Eltern sollten die Gelegenheit nutzen, Zeit mit ihm zu verbringen, statt weiter zu prozessieren.

Der knapp zwei Jahre alte Junge leidet an einer schweren neurologischen Krankheit, die noch nicht klar diagnostiziert ist. Die Ärzte im Kinderkrankenhaus Alder Hey in Liverpool halten lebenserhaltende Maßnahmen für sinnlos, weil das Gehirn des Kindes durch seine Krankheit fast vollständig zerstört sein soll. Britische Richter bestätigten diese Auffassung durch alle Instanzen hindurch. Ein Sprecher des Klinikums betonte am Abend, es sei im Interesse von Alfie, die Sterbebegleitung fortzusetzen, die Ärzte für ihn festlegten.

Ein Berg voller Glücksbringer für den schwerkranken Alfie Evans: Alfie Evans hat eine schwere neurologische Erkranken. Mit viel Unterstützung kämpften seine Eltern gegen den Ärztlichen Rat, die Maschinen abzustellen, an – vergeblich.  (Quelle: dpa/Peter Byrne)Ein Berg voller Glücksbringer für den schwerkranken Alfie Evans: Alfie Evans hat eine schwere neurologische Erkranken. Mit viel Unterstützung kämpften seine Eltern gegen den Ärztlichen Rat, die Maschinen abzustellen, an – vergeblich. (Quelle: Peter Byrne/dpa)

Für einen möglichen Transport von Alfie nach Italien war nach den Worten der Präsidentin des päpstlichen Kinderkrankenhauses Bambino Gesù bereits alles vorbereitet gewesen. "Es steht sowohl ein Flugzeug der italienischen Luftwaffe als auch das Ärzteteam bereit", hatte Mariella Enoc in Rom wenige Stunden vor der Entscheidung gesagt.

Papst Franziskus hatte sich am Montagabend dafür ausgesprochen, dass die medizinische Behandlung des Jungen fortgesetzt werde. "Von den Gebeten und der großen Solidarität für den kleinen Alfie Evans bewegt, erneuere ich meine Bitte, dass auf das Leiden seiner Eltern gehört wird und ihre Bitte, neue Möglichkeiten der Behandlung zu versuchen, erfüllt wird", schrieb er auf Twitter.

Vergangene Woche hatte der Papst den Vater von Alfie bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz empfangen und sich für den Jungen eingesetzt. "Es ist unsere Pflicht, alles zu tun, um das Leben zu bewahren." Am Alder-Hey-Krankenhaus war es am Montag zu tumultartigen Szenen gekommen, als Unterstützer der Eltern versuchten, den Empfang zu stürmen. Sie wurden von der Polizei zurückgedrängt.

Verwendete Quellen:
  • dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mit EntertainTV und Highspeed-Surfen bis zu 225,- € sichern*
hier EntertainTV buchen
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018