Sie sind hier: Home > Panorama > Menschen >

RTL gibt Trennung bekannt: Reporter soll TV-Beiträge manipuliert haben

Sender gibt Trennung bekannt  

RTL-Reporter soll TV-Beiträge manipuliert haben

14.06.2019, 21:26 Uhr | dpa

RTL gibt Trennung bekannt: Reporter soll TV-Beiträge manipuliert haben . Am Sitz der RTL-Mediengruppe in Köln. (Quelle: imago images)

Am Sitz der RTL-Mediengruppe in Köln. (Quelle: imago images)

Um seine Beiträge aufregender und größer wirken zu lassen, soll ein RTL-Reporter zu Manipulationen gegriffen haben. Der Sender hat die Zusammenarbeit beendet.

Ein RTL-Reporter hat nach Angaben des Senders in mehreren Fällen TV-Beiträge manipuliert. Ihm seien bewusst verfälschende Eingriffe in seinen Beiträgen nachgewiesen worden, teilte RTL am Freitag mit. Daraufhin habe der Sender die sofortige Trennung von dem Mitarbeiter ausgesprochen.

Nach RTL-Angaben sollen sämtliche Beiträge des Reporters aus den vergangenen Jahren überprüft werden. Außerdem kläre die RTL-Chefredaktion, wie die Anwendung der geltenden Kontrollmechanismen bei der redaktionellen Abnahme von TV-Beiträgen weiter verbessert werden könne.

Die bisher geprüften Beiträge seien zwar nicht erfunden, aber handwerklich und inhaltlich dahingehend manipuliert gewesen, dass sie aufregender und größer wirken sollten, als es die Realität hergegeben habe. Der Mitarbeiter hat nach Angaben des Senders in persönlichen Gesprächen unter anderem mit RTL-Chefredakteur Michael Wulf versucht, die Vorwürfe zu relativieren.

"Wir vertrauen in die journalistische Aufrichtigkeit unserer Reporter, und unsere Kontrollmechanismen bei der Abnahme von Beiträgen sind streng", sagte Wulf laut der Mitteilung. "Dieser Fall zeigt uns jedoch, dass sie nicht völlig fehlerresistent sind. Wir werden deshalb sehr konsequent daran gehen, den gesamten Prüfungsprozess rund um TV-Beiträge vor der Ausstrahlung noch weiter zu verbessern."
 

 
Die Manipulationen bei RTL folgen wenige Monate nachdem der "Spiegel"-Verlag Fälschungen eines Reporters öffentlich gemacht hatte. Der Journalist Claas Relotius hatte in der Zeitschrift Reportagen veröffentlicht, in denen er zum Teil Protagonisten und Szenen erfunden hatte. Vor wenigen Wochen kam dann heraus, dass eine bekannte Bloggerin und Historikerin ihre jüdische Familiengeschichte und Berichte für Zeitungen und Radiosender frei erfunden hatte. Beide Fälle lösten Diskussionen über die Glaubwürdigkeit der Medien aus.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
Anzeige
Jetzt bei der Telekom: Surfen mit bis zu 50 MBit/s!
z. B. mit MagentaZuhause M
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal