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Boeing-Flugzeug bei Abflug nach Gran Canaria entgeht nur knapp Katastrophe


Softwarefehler
Boeing-Flieger entgeht nur knapp einer Katastrophe


Aktualisiert am 08.06.2024Lesedauer: 2 Min.
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Ein Tui Boeing-Flugzeug des Typs 737-800 (Archivbild): In England wäre ein Flieger fast auf eine Straße gerast. (Quelle: IMAGO/Maximilian Koch)

In England ist es fast zu einem schweren Flugzeugunglück gekommen. Erneut ist eine Boeing-Maschine beteiligt.

Ein Softwarefehler in einem Boeing-Flugzeug des Typs 737-800 hat einen beängstigenden Vorfall auf einem britischen Flugplatz verursacht. Während des Starts von Bristol nach Gran Canaria am 4. März hob das Flugzeug des Reiseunternehmens Tui mit zu wenig Kraft ab und überquerte das Ende der Startbahn nur etwa drei Meter über dem Boden. Der folgende Überflug einer nahegelegenen Straße erfolgte in einer Höhe von weniger als 30 Metern, berichtet die "Daily Mail". 163 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder seien dabei an Bord gewesen.

Die Luftfahrtunfall-Untersuchungsstelle des britischen Verkehrsministeriums (Air Accidents Investigation Branch, AAIB) untersucht den als "ernst" eingestuften Vorfall. Sie warnte auch andere Fluggesellschaften vor dem Softwareproblem, das die Sicherheit des Fluges gefährdet hatte.

Laut dem Bericht der AAIB löste sich das automatische Schubregelungssystem des Flugzeugs, als die Besatzung den Startmodus auswählte. Anstatt der erforderlichen 92,8 Prozent Schubkraft zum sicheren Abheben nutzte das Flugzeug lediglich 84,5 Prozent. Keiner der Piloten bemerkte den potenziell tödlichen Leistungsverlust während des Starts, heißt es im Bericht weiter.

Problem schon länger bekannt

Aufgrund dieses Fehlers startete das Flugzeug mit einer deutlich geringeren Beschleunigung als fast alle anderen Boeing-737-Maschinen in Bristol. Nach Angaben von Boeing ist man schon länger über Probleme mit dem automatischen Schubsystem während des Starts im Bilde.

Dieser Vorfall kommt zu einer Zeit erhöhter Sicherheitsbedenken um Boeing-Flugzeuge hinzu. Bereits in der Vergangenheit gab es mehrere tödliche Abstürze und Boeing steht unter strafrechtlicher Untersuchung wegen möglicher Verstöße gegen eine frühere Vereinbarung mit dem US-Justizministerium. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ähnliche Maschinen sollen Update bekommen

Im Zuge der Untersuchungen fordert die AAIB, dass Betreiber von 737-Maschinen, die von diesen Fehlfunktionen betroffen sind, ihre Flugzeuge mit dem neueren Modell des automatischen Schubregelungs-Servomotors und der zugehörigen Flugsteuerungssoftware nachrüsten. Es wird erwartet, dass diese Empfehlung dazu beiträgt, ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern, ist bei der "Daily Mail" zu lesen.

Boeing hat noch nicht auf Anfragen zur Stellungnahme zu diesem jüngsten Vorfall reagiert. Ein Sprecher von Tui sagte jedoch der "Daily Mail": "Wir haben eng mit den Behörden zusammengearbeitet, um alle verfügbaren Informationen bereitzustellen. Die Empfehlungen und Erkenntnisse der AAIB aus diesem Start werden die gesamte Luftfahrtbranche und andere Fluggesellschaften unterstützen."

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