Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomePolitikUkraine

Estlands Verteidigungsminister warnt: "Russland ist bereit, länger zu leiden"


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen
Symbolbild für einen TextUSA: Zweiter chinesischer Ballon entdecktSymbolbild für einen TextMit 76: Erster Nummer-eins-Hit für UdoSymbolbild für einen TextÖlpreise drehen ins Minus
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

"Definitiv ist Russland bereit, länger zu leiden"

Von dpa
Aktualisiert am 27.11.2022Lesedauer: 2 Min.
UKRAINE-CRISIS/ZAPORIZHZHIA-REGION
Russischer Soldat in der Region Saporischschja: Der Verteidigungsminister Estlands warnt davor, die russische Armee zu unterschätzen. (Quelle: Alexander Ermochenko/Reuters)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Haben die Russen den Krieg in der Ukraine schon verloren? Der Verteidigungsminister von Estland warnt, dass die Gefahr keinesfalls gebannt ist.

Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur sieht Russland nach neun Monaten Krieg in der Ukraine nicht entscheidend geschwächt. "Wir müssen ehrlich und klar sein: Die russische Marine und die russische Luftwaffe sind mehr oder weniger so groß wie vor dem Krieg", sagte Pevkur der Deutschen Presse-Agentur bei einem Besuch in Berlin. Zwar hätten die russischen Landstreitkräfte deutlich an Kraft verloren, würden aber "eher früher als später" den Umfang vor dem 24. Februar haben oder sogar größer sein.

Er erwarte zudem, dass Russland aus dem Kriegsverlauf lernen werde. "Das bedeutet, sie werden in den kommenden Jahren mehr in die Fähigkeiten investieren, die aus ihrer Perspektive in der Ukraine erfolgreich waren", sagte Pevkur. "Wir haben keinen Grund zur Annahme, dass die Gefahr durch Russland irgendwie geringer oder die Bedrohung für die Nato reduziert ist."

"Müssen alle mehr tun"

Estland, ein eher kleines Nato-Land, will nach den Worten des Ministers im kommenden Jahr 2,84 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung ausgeben. Im Jahr 2024 soll der Betrag auf 3,2 Prozent steigen. Etwa 1 Prozent des eigenen Bruttoinlandsproduktes sei schon für die militärische Unterstützung der Ukraine gegen den russischen Angriff gegeben worden.

"Wir müssen alle mehr tun", sagte Pevkur. Die Ukraine teile die Werte der Freiheit, einer regelbasierten Welt und der Menschenrechte. Besonders brauche sie derzeit Systeme der Flugabwehr sowie schwere Artillerie und Munition.

Pevkur warnte vor "Kriegsmüdigkeit" westlicher Staaten. "Genau das will Russland erreichen, und darum sagen wir, dass sie es nicht eilig haben. Definitiv ist Russland bereit, länger zu leiden." Er gehe davon aus, dass Russland "von der Mentalität her zu einem langen Krieg bereit ist". Allerdings wolle die Führung in Moskau angesichts schwerer Verluste bei den Landstreitkräften – womöglich inzwischen 50 Prozent – "eine Art Pause", um Kräfte neu zu sammeln. Erst im Frühling kommenden Jahres werde erkennbarer, wie lange der Krieg dauern könne. Pevkur: "Werden es Jahre? Schwer zu sagen."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Lassen Nato-Verbündete Scholz bei Panzern im Stich?
Von Hannes Molnár, Lara Schlick
RusslandUkraineWladimir Putin

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfe & ServiceFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website