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Ukraine: Kommandeur lässt russische Einheit warten – Raketeneinschlag


Kommandeur lässt Soldaten warten
Berichte: Fürchterlicher Fehler wird russischer Einheit zum Verhängnis

Von t-online, cc

Aktualisiert am 15.06.2023Lesedauer: 2 Min.
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Ukrainischer Offizier vor der Kamera: Er wirkt wütend über die angeblichen Falschmeldungen der Russen zu den Verlusten der Ukraine. (Quelle: t-online)
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Ein Kommandeur lässt seine Soldaten angeblich stundenlang auf dem Appellplatz warten. Dann schlagen plötzlich Raketen ein. So berichten es russische Blogger.

Der Militärexperte Rob Lee ist leitender Wissenschaftler am Foreign Policy Research Institute, einer amerikanischen Denkfabrik mit Sitz in Philadelphia. Lee gilt derzeit als einer der am besten informierten Experten zum Ukraine-Krieg. Der ehemalige Marineinfanterist beobachtet die Lage an den unterschiedlichen Fronten, wertet Video- und Bildmaterial von Kampfeinsätzen aus und ist bestens vernetzt in der Szene der Militärblogger. Was er nun unter Berufung auf russische Kollegen berichtet, klingt nahezu unglaublich.

Demnach soll es in der Ukraine am Mittwoch einen verheerenden Militärschlag gegen russische Soldaten gegeben haben, die auf einem nicht näher definierten Militärgelände an der Front bei Kreminna gewartet haben. Die Region gehört zu den von Russland besetzten Gebieten in der ukrainischen Oblast Luhansk. Offenbar war dort der Appell eines russischen Kommandanten geplant, bevor seine Division in den Kampfeinsatz ziehen sollte – doch der Kommandant kam nicht.

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Während die Soldaten mehrere Stunden auf den Vorgesetzten warteten, wurden sie sehr wahrscheinlich von der ukrainischen Luftüberwachung entdeckt. Diese ordnete dann wohl einen Luftschlag mit US-amerikanischen Himars-Raketen an. Das berichtet Lee unter Berufung auf russische Militärblogger, die den Vorfall auf ihren Telegramkanälen publik machten. Die Angaben konnten bislang nicht unabhängig überprüft werden.

"Im Krieg mit unserer eigenen Dummheit"

Wie die Onlineseite "Radio Swoboda", ein Ableger von Radio Free Liberty, berichtet, soll der Angriff Dutzende Opfer gefordert haben. Bei dem Kommandanten soll es sich unbestätigten Berichten zufolge um Generalmajor Suchrab Achmedow handeln, der zuvor die 155. Marinebrigade der Pazifikflotte befehligte.

Die Präzisionswaffe Himars ist bekannt für ihre hohe Treffergenauigkeit und Vernichtungswirkung. Bei früheren Luftschlägen mit der Waffe, etwa auf Stellungen der Wagner-Söldnerarmee, sollen nach ukrainischen Angaben mehr als 100 Soldaten getötet worden sein.

Kommentare in den entsprechenden russischen Telegramkanälen lassen darauf schließen, dass der Unmut über das Versagen russischer Kommandeure im Ukrainekrieg groß ist. So auch in diesem Fall. "Solche Kommandeure sollten vor den Augen der Truppe erschossen werden", schreibt ein User. "Wir sind im Krieg mit unserer eigenen Dummheit", schreibt ein anderer.

Verwendete Quellen
  • Twitter-Profil von Rob Lee
  • fpri.org: Webseite des Foreign Policy Research Institute
  • smh.com.au: "Why Ukraine’s counteroffensive is the toughest path to victory" (englisch)
  • bbc.com: Ukraine: "What are Himars missiles and are they changing the war?" (englisch)
  • svoboda.org: "Российские военные блогеры сообщили о больших потерях по вине генерала" (russisch)
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