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Lässt Putin eigene Truppen abschießen? Ukraine hört brisantes Telefonat ab


Brisantes Telefonat abgehört
Geheimdienst: Russische Soldaten schießen auf eigene Truppen

Von t-online, cli, swo

Aktualisiert am 08.08.2023Lesedauer: 2 Min.
1426282364Vergrößern des BildesRussische Armee (Symbolbild): Sperrtruppen sollen angeblich auf andere russische Soldaten schießen. (Quelle: Aleksandr Golubev)
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Der ukrainische Geheimdienst hat ein brisantes Telefonat eines russischen Soldaten abgehört. Demnach soll Moskau Russen gegen Russen kämpfen lassen.

Der ukrainische Militärgeheimdienst (GUR) hat ein abgehörtes Telefongespräch eines russischen Soldaten veröffentlicht, in dem es heißt, Moskau habe Truppen geschickt, um seine in der Ukraine stationierte Einheit zu töten. Das berichtet die US-Nachrichtenseite "Newsweek".

Der ukrainische Militärgeheimdienst hatte den Mitschnitt demnach am Dienstag auf seinem Telegramkanal publik gemacht. Darin sagt ein Mann, der als Angehöriger des russischen Militärs identifiziert wurde, einem Freund, dass er zwischen den ukrainischen Streitkräften und den russischen Truppen festsitze. Letztere zielten auf seine Einheit, zitiert "Newsweek".

Vertragssoldaten kämpfen gegen ihre Landsleute

"Nur noch zwei von uns leben. Der Rest ist tot. Wir wurden alle durch Vertragssoldaten ersetzt, und jeder in unserer Kompanie ist jetzt als MIA (Missing in Action) gelistet", sagt der Soldat laut Übersetzung des Audios. Diese kann nicht unabhängig geprüft werden.

Dem Beitrag zufolge könnte es sich bei den "Vertragssoldaten" um sogenannte russische Sperrtruppen handeln – Einheiten, die prüfen, ob militärische Verhaltensregeln eingehalten werden. Diese Truppen, auch bekannt als "Blockiereinheiten", wurden in der Ukraine eingesetzt, um auf russische Soldaten zu schießen, die vor einer Schlacht geflohen waren, wie das britische Verteidigungsministerium bereits im November 2022 berichtete.

Soldat sieht "keinen Ausweg"

Im Juni veröffentlichte der Sicherheitsdienst der Ukraine zudem Interviews mit zwei russischen Kriegsgefangenen, die derartige Aktionen bestätigten. Dies schreibt ebenfalls "Newsweek".

In dem Audiobeitrag fragt der Freund den Soldaten nach einem gemeinsamen Bekannten aus der Einheit. Der Soldat antwortet, dass die Person "immer noch auf dem Feld liegt, in einem Leichensack". "Ich weiß nicht, was ich tun soll", sagt der Kämpfer weiter. "Sie haben uns schon lange abgeschrieben, und es gibt keinen Ausweg."

Verwendete Quellen
  • newsweek.com: "Russian Soldier Says Moscow Sent Troops to Kill His Unit" (englisch)
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