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Leopard-2-Kopien sollen russische Armee in die Irre führen


So führt die Ukraine russische Raketen in die Irre

Von t-online, wan

Aktualisiert am 21.09.2023Lesedauer: 2 Min.
Leopard-2-Panzer: Laut Bundesregierung will kein anderes europäisches Land Leopard-2-Kampfpanzer an die Ukraine schicken.Vergrößern des BildesLeopard-2-Panzer im Einsatz (Symbolbild): Eine ukrainische Firma will Attrappen bauen, die wie die deutschen Modelle aussehen. (Quelle: INA FASSBENDER)
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Eine ukrainische Firma will deutsche Leopard-Panzer bauen – allerdings als Attrappe. Sie sollen russische Raketen anlocken.

Der deutsche Kampfpanzer Leopard 2 wird bereits an verschiedenen Frontabschnitten in der Ukraine eingesetzt. Das moderne – und teure – deutsche Kriegsgerät ist Ziel russischer Angriffe, es soll sogar Abschussprämien geben, im Juli wurden mehrere Panzer in einem Minenfeld beschädigt. Kostenpunkt pro Leopard 2: knapp 15 Millionen Euro, je nach Ausrüstung.

Um diese Verluste zu verringern, kann die Ukraine offenbar nun auf eine Innovation der Firma Temerland setzen. Die ukrainische Techfirma baut eigentlich ferngesteuerte Roboter für militärische und zivile Anwendungen. Diese können zum Beispiel Raketen abschießen oder lassen sich als Aufklärer einsetzen. Doch das neue Projekt ist eine Nummer größer: Es soll sich um ferngesteuerte Attrappen von Leopard-2-Panzern handeln.

Der CEO der Firma, Eduard Trotsenko, hat in einem Interview mit dem ukrainischen Defense Express von "autonomen aktiven Puppen" gesprochen. Das erste Modell sei bereits gefertigt worden – aus Metall.

Soll an der Front aufgebaut werden können

Die Basis bildet nach Angaben des Firmenchefs ein Ford Geländewagen, in den eine Fernsteuerung eingebaut ist. Dann werden um das Fahrzeug herum mehrere Elemente angebracht, die aus dem Gefährt eine Leopard-2-Kopie machen – zumindest optisch. Schon bald will man eine fertige Version präsentierten, die recht einfach in Richtung Schlachtfeld transportiert und zusammengebaut werden kann. Dort sollen sie russische Aufklärungsdrohnen und Satelliten in die Irre führen.

Die Ukraine arbeitet dem Bericht nach bereits mit Attrappen von Haubitzen und Radaranlagen. Aber auch Russland kennt diese Tricks. Satellitenaufnahmen sollen zeigen, dass auf einem russischen Flughafen Flugzeuge auf dem Asphalt aufgemalt wurden.

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Und in Tschechien verdient eine Firma damit Geld, aufblasbare Panzerattrappen herzustellen. Monatlich könne seine Firma rund 35 Attrappen herstellen, sagte Geschäftsführer Vojtech Fresser von der Firma Inflatech. Ein Jahr nach Beginn des Kriegs gegen die Ukraine hatte bei ihm die Produktion angezogen. Welche Modelle er produziert, ist aber streng geheim. Seine Produkte wie aufblasbare Kampf- und Schützenpanzer kosten umgerechnet zwischen rund 10.000 und 100.000 Euro.

Die Vorteile von Attrappen liegen auf der Hand: Sie kosten nur einen Bruchteil dessen, was für ihre Zerstörung aufgewendet werden muss. Oftmals setzt Russland Panzerabwehrraketen ein, wie die "Izdeliye 305". Sie kostet pro Stück knapp 134.000 Euro. Günstigere Modelle wie die "Komet" sollen bei 29.000 Euro pro Schuss liegen. Damit sind sie aber immer noch teurer als die Attrappen.

Verwendete Quellen
  • en.defence.ua: "Ukrainians Make Leopard Tank Dummies Off an Automobile To Deceive russians" (englisch)
  • thedrive.com :"Here Is What Russia’s Military Aircraft And Missiles Actually Cost" (englisch)
  • zamawalswl.net: "Daily use of Russia's anti-tank missiles costs regime $1.2 mn daily"
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