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Afrodeutsche May Ayim: Wer ist die Frau vom Google Doodle?

Kampf gegen Rassismus  

Wer war eigentlich May Ayim?

27.02.2018, 11:33 Uhr | t-online, LT

Afrodeutsche May Ayim: Wer ist die Frau vom Google Doodle?. Google Doodle des heutigen Tages: Es wird an May Ayim erinnert, das Gesicht der afrodeutschen Bewegung. (Quelle: Screenshot Google )

Google Doodle des heutigen Tages: Es wird an May Ayim erinnert, das Gesicht der afrodeutschen Bewegung. (Quelle: Screenshot Google )

Wenn Sie heute die Startseite von Google öffnen, springt Ihnen ein offenes Buch entgegen, auf dem sieben dunkelhäutige Frauen sitzen. Der Grund: Google erinnert an May Ayim, eine Autorin, Poetin und Aktivistin. Heute vor acht Jahren wurde das Berliner Gröbenufer in „May-Ayim-Ufer“ umbenannt.

May Ayim wurde am 3. Mai 1960 als Tochter eines ghanaischen Medizinstudenten und einer deutschen Mutter geboren. Ihr Geburtsname lautet Sylvia Brigitte Gertrud Opitz. Aufgewachsen im Heim und in einer Pflegefamilie war die dunkelhäutige Frau ihr Leben lang mit Rassismus konfrontiert. Mit Vorträgen und Gedichten ging sie kreativ dagegen vor. 1985 war sie an der Gründung der „Initiative Schwarze Deutsche und Schwarze in Deutschland“ beteiligt.

May-Ayim-Ufer in Berlin: Vor acht Jahren wurde das ehemalige Gröbenufer umbenannt. (Quelle: imago/Lars Reimann)May-Ayim-Ufer in Berlin: Vor acht Jahren wurde das ehemalige Gröbenufer umbenannt. (Quelle: imago/Lars Reimann)

In ihrem Werk „Farbe bekennen“ schrieb Ayim: „Ich wuchs mit dem Gefühl auf, das in ihnen steckte: beweisen zu müssen, dass ein „Mischling“, ein „Neger“, ein „Heimkind“ ein vollwertiger Mensch ist.“

Zeit ihres Lebens ging May Ayim gegen den Rassismus vor und wurde als "das Gesicht der afrodeutschen Bewegung" gefeiert.  Doch sie litt immer wieder an psychotischen Schüben und Multipler Sklerose, was sie am 9. August 1996 dazu brachte, Suizid zu begehen.

Am 27. Februar 2010 wurde das Gröbenufer in Berlin in „May-Ayim-Ufer“ umbenannt, woran Google heute mit seinem Doodle erinnert. 

Anmerkung der Redaktion: Suizidalität ist ein schwerwiegendes gesundheitspolitisches und gesellschaftliches Problem. Wenn Sie zu dem Kreis der Betroffenen gehören, finden Sie z.B. Hilfe bei der Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter den Rufnummern 0800-1110111 oder 0800-1110222 sind die Berater rund um die Uhr erreichbar. Die Anrufe sind anonym möglich. Hilfe für Angehörige und Betroffene bietet auch der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker durch Telefon- und E-Mail-Beratung: Unter der Rufnummer 01805-950951 und der Festnetznummer 0228-71002424 sowie der E-Mail-Adresse seelefon@psychiatrie.de können die Berater kontaktiert werden. Direkte Anlaufstellen sind zudem Hausärzte sowie auf Suizidalität spezialisierte Ambulanzen in psychiatrischen Kliniken.

Verwendete Quellen:
  • Google Doodle
  • Eigene Recherche 

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