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Dank "Hubble": Forscher entdecken Wasserfontäne auf Jupiter-Mond Europa

Auf Jupiter-Mond Europa  

Forscher entdecken riesige Wasserfontäne

13.12.2013, 11:05 Uhr | AFP

Dank "Hubble": Forscher entdecken Wasserfontäne auf Jupiter-Mond Europa. Jupitermond Europa (Quelle: Künstlerische Darstellung Courtesy of K. Retherford/ SWRI)

Durch eine kilometerdicke Eisdecke des Jupitermond Europa soll eine Wasserfontäne schießen, die bis zu 200 Kilometer ins All reicht (Bild: künstlerische Darstellung). (Quelle: Künstlerische Darstellung Courtesy of K. Retherford/ SWRI)

Kölner Wissenschaftler haben zusammen mit US-Kollegen auf dem Jupiter-Mond Europa riesige Fontänen aus Wasserdampf entdeckt. Der Fund gelang den Forschern durch Beobachtungen des Weltraumteleskops "Hubble", wie die Universität Köln mitteilte. Die Wasserfontänen sind demnach im Vergleich zu irdischen Geysiren immens groß und erreichen Höhen von etwa 200 Kilometern.

Die Entdeckung der Wasserfontänen wurde nach Angaben der Kölner Universität von der US-Raumfahrtbehörde NASA in San Francisco sowie online in der Zeitschrift "Science" bekannt gegeben.

Wasser ist Grundvoraussetzung für Leben

Der Jupitermond Europa steht schon seit langem im Fokus astronomischer Forschung: Die Wissenschaftler haben deutliche Hinweise, dass sich unter seiner Eisoberfläche ein Ozean aus flüssigem Wasser befindet. Mit Hilfe von "Hubble" wiesen die Kölner Forscher Joachim Saur und Lorenz Roth den Angaben zufolge nun Fontänen von Wasserdampf am Südpol des Planeten nach.

"Flüssiges Wasser wird generell als Grundvoraussetzung für Leben - zumindest Leben wie man es auf der Erde kennt - erachtet", erklärte Roth, der die Auswertung der Beobachtungen leitete. "Daher rückt die Entdeckung der Wasserdampf-Fontänen den Mond Europa weiter in den Mittelpunkt der extraterrestrischen Forschung."

"Hubble"-Weltraumteleskop zeigte Fontäne

Durch die Fontänen wird nach Angaben der Forscher Material von Europa in die Höhe geworfen, wodurch weitere Untersuchungen des Jupiter-Mondes und seiner Bestandteile künftig leichter möglich sein werden. "Wir haben die Suche nach Wasser und Wasserfontänen schon mit mehreren `Hubble´-Kampagnen vorangetrieben" unterstrich der Geophysiker Saur. "Aber erst nachdem eine Kamera auf dem `Hubble´-Weltraumteleskop in einer der letzten Space-Shuttle-Missionen wieder repariert wurde, konnten wir die Sensitivität erreichen, um die Fontänen beobachten zu können".

Die Wasserfontänen waren nach Darstellung der Uni Köln nur dann zu sehen, wenn Europa sich auf seiner Umlaufbahn am weitesten von Jupiter entfernt befand. Europas Bahn um den größten Planeten des Sonnensystems ist nicht ganz kreisförmig, sondern leicht elliptisch. Wenn die Entfernung Europas von Jupiter am größten ist, werden den Forschern zufolge durch die Gezeitenkräfte riesige Spalten in Europas Eisoberfläche auseinander gezogen - wodurch vermutlich der Wasserdampf entweichen kann.

Ähnliche Fontänen auf dem Saturn-Mond Enceladus

Ähnliche Fontänen aus Wasserdampf hatte die Raumsonde "Cassini" 2005 auf dem Saturn-Mond Enceladus entdeckt. Auch dort variiert die Aktivität der Fontänen ähnlich derer auf Europa während eines Umlaufs des Mondes um seinen Mutterplaneten.

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