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Auch Videospielsucht: Zwanghaftes Sexualverhalten als Krankheit anerkannt

Auch Videospielsucht  

Zwanghaftes Sexualverhalten als Krankheit anerkannt

25.05.2019, 21:51 Uhr | dpa

Auch Videospielsucht: Zwanghaftes Sexualverhalten als Krankheit anerkannt. Ein Mann sitzt vor einem Laptop, auf dem ein pornografischer Film im Internet gezeigt wird.

Ein Mann sitzt vor einem Laptop, auf dem ein pornografischer Film im Internet gezeigt wird. Zwanghaftes Sexualverhalten und Video- oder Online-Spielsucht sind nun international anerkannte Gesundheitsstörungen. Foto: Sebastian Willnow. (Quelle: dpa)

Genf (dpa) - Zwanghaftes Sexualverhalten und Video- oder Online-Spielsucht sind nun international anerkannte Gesundheitsstörungen.

Beide sind in der neuen "Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11)" aufgeführt, die am Samstag bei der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) formell angenommen wurde, wie die WHO mitteilte. Die Vollversammlung der mehr als 190 WHO-Mitgliedsländer in Genf geht am Dienstag (28.5.) zu Ende.

Der Katalog ist erstmals seit fast 30 Jahren neu gefasst worden. Er listet 55 000 Krankheiten, Symptome und Verletzungsursachen auf. Ärzte registrieren ihre Diagnosen künftig mit den neuen Codes. Für krankhaftes Video- oder Online-Spielen ist es "6C51", für zwanghaftes Sexualverhalten "6C72". Damit können präzisere Statistiken erstellt und Gesundheitstrends besser dokumentiert werden, wie Robert Jakob, Gruppenleiter Klassifikationen (ICD) bei der WHO, zuvor sagte. Alle WHO-Mitglieder sollen ihren Krankheiten ab Anfang 2022 nach dem neuen Katalog erfassen.

Nach Angaben des deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation rechnen Krankenkassen nach dem für Deutschland jeweils leicht modifizierten Katalog auch Behandlungen ab. Auch Statistiken zu Todesursachen werden nach den Codes geführt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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