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Usutu-Virus: Amselsterben vermutlich noch schlimmer als 2018

Usutu-Virus  

Amselsterben vermutlich noch schlimmer als 2018

19.08.2019, 23:18 Uhr | dpa

Usutu-Virus: Amselsterben vermutlich noch schlimmer als 2018. Nabu-Vogelkundler Lars Lachmann befürchtet, schätzt die Zahl toter Amseln auf etwa eine halbe bis eine Million jährlich.

Nabu-Vogelkundler Lars Lachmann befürchtet, schätzt die Zahl toter Amseln auf etwa eine halbe bis eine Million jährlich. Foto: Michael Beusch/Nabu. (Quelle: dpa)

Berlin/Hamburg (dpa) - Das tropische Usutu-Virus wird Experten zufolge in diesem Jahr vermutlich zu einem noch stärkeren Amselsterben in Deutschland führen als im vergangenen Jahr. Es sei deutlich feuchter und mückenreicher als im Vorjahr.

"Daher könnte die diesjährige Usutu-Saison noch stärker ausfallen", sagte Usutu-Experte Renke Lühken vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Mücken übertragen das Virus.

Seit Jahresbeginn seien deutschlandweit über 1300 Verdachtsfälle gemeldet worden, teilte der Naturschutzbund (Nabu) mit. Bei der bisher schwersten Usutu-Epidemie 2018 seien es im gleichen Zeitraum 800 Meldungen gewesen. Die Zahlen gebe nur einen Bruchteil der tatsächlich erkrankten Vögel wider, betonte Vogelkundler Lars Lachmann vom Nabu. Er schätzt die Zahl toter Amseln auf etwa eine halbe bis eine Million jährlich.

Infizierte Vögel wirken krank und apathisch, bis sie nach einigen Tagen sterben. Das Virus wurde 2011 erstmals hierzulande registriert. Nabu und Tropenmediziner bitten darum, kranke oder verendete Tiere zu melden und möglichst zur Untersuchung einzusenden. "Man kann die Vögel auch in vielen Kreisveterinärämtern abgeben", sagte Lachmann.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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